Markgräfler Bürgerblatt

Flüchtlingsunterbringung: Die Situation bleibt gespannt

Minderjährige unbegleitete Ausländer suchen Pflegefamilien. Foto: Amann

Müllheim. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sind derzeit 2441 Männer, Frauen und Kinder in Gemeinschafts- und Behelfsunterkünften und Wohnungen untergebracht. Vor wenigen Tagen wurden diese und weitere aktuelle Zahlen, sowie eine Prognose für 2016 präsentiert. Diese Behörde hat keinen Einfluss auf Zahl und Herkunft der Flüchtlinge und Zuwanderer. Dienstags wird vom Regierungspräsidium mitgeteilt, wieviel weitere Menschen bereits am folgenden Donnerstag zusätzlich zu betreuen seien. Pro Woche sind dies im Durchschnitt weitere 130.
Die aktuelle Belegung der Behelfsunterkünfte stellt sich derzeit wie folgt dar: Eschbacher Gewerbepark insgesamt 638, Breisach 210, Gundelfingen 112, Staufen 84 und Müllheim 61 Personen. Die Zuweisung in die einzelnen Orte berechnet sich nach dem 3,8 Prozent-Schlüssel bezogen auf die Zahl der Einwohner. Die Kommunen müssen sich für 2016 auf folgenden Zuzug weiterer Hilfsbedürftiger einrichten: Bad Krozingen mit 153, Breisach mit 129, Müllheim mit 156, und Neuenburg mit 107. Die weiteren Zahlen sinken in der Prognose für kleinere Orte wie beispielsweise auf 25 für Auggen.
Eine besondere Herausforderung sind die „unbegleiteten, minderjährigen Ausländer“ aus Afghanistan, Syrien, Iran, Pakistan und afrikanischen Ländern. Hier muss der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in 2016 mit weiteren, rund 420 Jünglingen rechnen, die nach Darstellung des Landratsamts „im Vergleich zum Durchschnitt ihrer Altersgenossen in Deutschland über einen hohen Grad an Selbständigkeit verfügen.“ Für diese jungen Männer werden nun dringend einheimische Pflegefamilien gesucht. Einzelheiten sind über die Durchwahl Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald 0761-2187-2210 zu erfahren.(KA)

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