Markgräfler Bürgerblatt

Flüchtlingsarbeit: 57.000 Euro sorgen für Planungssicherheit

Stuttgart. Die Sportvereine in Baden-Württemberg können auch in diesem Jahr mit Zuschüssen für die Arbeit mit Geflüchteten rechnen. Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg stellt dem organisierten Sport neue Fördermittel in Höhe von 57.000 Euro bereit. „Wir gehen davon aus, dass immer mehr Flüchtlinge die Sportangebote der Vereine vor Ort wahrnehmen wollen. Insofern werden diese Mittel dringend benötigt, um dieser Entwicklung auch Rechnung tragen zu können“, erklärt Dieter Schmidt-Volkmar, Präsident des Landessportverbandes Baden-Württemberg (LSV).
Die Förderbedingungen sind niedrigschwellig gestaltet. Das heißt Sportvereine, die mindestens zehn Geflüchteten eine Teilnahme an ihren Angeboten ermöglichen, erhalten eine einmalige Förderung von 500 Euro. Bei fünf bis neun Teilnehmenden bekommt der Verein 250 Euro. Die Fördermittel werden gemäß dem bestehenden Verteilerschlüssel auf die Verbandsgebiete der drei Sportbünde aufgeteilt.
Bereits 2015 haben der Landessportverband und seine Sportbünde vom Land 60.000 Euro für das Projekt „Sport mit Flüchtlingen“ erhalten. Insgesamt konnten mit diesen Mitteln im vergangenen Jahr 157 Maßnahmen finanziell unterstützt werden. Die meisten Angebote wurden im Fußball durchgeführt. Auf Platz zwei der häufigsten Sportarten findet sich Turnen gefolgt von Volleyball und unterschiedlichen Kampfsportarten.
„Auch wenn die Zahlen der neu nach Deutschland kommenden Personen im Vergleich zum Herbst letzten Jahres stark nachlässt, allein die Integration der aktuell in Deutschland lebenden Geflüchteten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der der organisierte Sport einen wichtigen Beitrag leisten kann. Die unbürokratische Unterstützung von Vereinen ist nach wie vor enorm wichtig“, so Schmidt-Volkmar weiter.
Die Fördergelder können über den jeweiligen Sportbund beantragt werden:
Badischer Sportbund Freiburg
Badischer Sportbund Nord
Württembergischer Landessportbund

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