Stadtanzeiger Breisach

Fernunterricht und Digitalisierung

Für die Abschlussklassen begann bereits eine Woche vor den Weihnachtsferien der Fernunterricht. Alle weiteren Klassen folgten am 11. Januar. Dies war nicht nur die Feuerprobe für das entwickelte Fernunterrichtskonzept der Schule, sondern auch für den Verleih und die Nutzung der digitalen Endgeräte aus dem Sofortausstattungsprogramm des Landes.

Das von den Lehrkräften der Julius-Leber-Schule entwickelte Fernunterrichtskonzept gibt vor, dass in der weiterführenden Schule (Klassenstufen 5-10) in Hauptfächern zwei Videokonferenzen, in Nebenfächern mindestens eine Videokonferenz pro Woche durchgeführt werden. Diese liegen im regulären, weiterhin gültigen, aber zugunsten von sinnvollen Arbeitspensen organisierten Stundenplan. Die Arbeitsmaterialien werden von den Lehrkräften auf der digitalen Lernplattform Moodle bereitgestellt. Bei Fragen sind die Lehrkräfte für die SchülerInnen und Eltern über Signal, E-Mail, Telefon oder in Video-Sprechstunden erreichbar.

Auch in der Grundschule gibt es regelmäßige Online-Konferenzen und digitale zusätzliche Angebote. Padlet, Anton-App und Erklärvideos sind mediale Werkzeuge, die über alle Klassenstufen hinweg genutzt werden. Nun bleibt zu hoffen, dass die Lernplattformen und Server der aktuellen Belastung dauerhaft standhalten.

Von den ungefähr 300.000 geplanten Endgeräten aus dem Sofortausstattungsprogramm für Baden-Württemberg hat die Julius-Leber-Schule 120 Endgeräte bereits im Einsatz. Die Schule hat sich für Convertibles entschieden, welche die Annehmlichkeiten eines Tablets sowie eines Laptops in sich vereinen. Bereits vor den Ferien wurden diese an einzelne SchülerInnen der Abschlussklassen verliehen, um damit am Fernunterricht mitzuwirken.

Die Ausgabe der weiteren Convertibles an die SchülerInnen aller Klassenstufen begann bereits am Ende der Weihnachtsferien. Mittlerweile werden die Endgeräte von Grund- und SekundarschülerInnen fleißig für den Fernunterricht genutzt.

Der Medienentwicklungsplan der Julius-Leber-Schule steht und wird nun umgesetzt: Mehrere PCs sind nun mit Kameras ausgestattet, um in Videokonferenzen auch aus dem Schulhaus heraus tagen zu können. Bis zu den Fastnachtsferien wird die gesamte Julius-Leber-Schule flächendeckend mit WLAN ausgestattet sein. Neben regulären PC-Räumen, die sowohl Präsentationen als auch das Programmieren auf der Höhe der Zeit ermöglichen, stehen der Schule iPads sowie mehrere mobile Rollkoffer mit Convertibles für die flexible und mobile Nutzung zur Verfügung.

In nächster Zeit werden nach und nach alle Klassen- und Fachräume der Grundschule wie Sekundarstufe multimedial ausgestattet. Die Außenstelle der Julius-Leber-Schule, die Grundschule Gündlingen, geht bei der Digitalisierung voran: Hier wurde bereits in allen Klassenzimmern die multimediale Ausstattung umgesetzt. Ferner verfügt die Gündlinger Grundschule über einen eigenen zusätzlichen PC-Raum.

Parallel dazu hat die Schulsozialarbeit Trainingsprogramme zur Medienmündigkeit, zur informationellen Selbstbestimmung und Jugendmedienschutz konzipiert, die in Präsenz auch unter Einhaltung der Hygieneauflagen durchgeführt werden können.

Wenn Fernunterricht, Blended Learning, Mediennutzung, digitale Kompetenz und eben auch soziale Teilhabe gelingen, ist die Freude auf allen Seiten groß – wie auch der Lernzuwachs.

 

 

 

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