Breisach Aktuell

Feinstes Rocktheater im Autohausfoyer

Bild: v.l.n.r Bernhard Schmolck, Hans-Dieter Bauer, Beate Desenzani, Gerhard Gerstle, Norma Hambrecht, Stefan Gnädinger, Jürgen Henninger und Christian Merkle freuen sich auf die gemeinsame Veranstaltung im Foyer Mercedes Schmolck. Foto: Georg Voß

Schmolck Emmendingen

Johann Wolfgang von Goethe hätte sicherlich nichts dagegen gehabt mit rockiger musikalischer Untermalung Mephisto singen zu lassen: „I’m on the highway to hell“.
Doch, es gibt sicherlich viele Berührungspunkte zwischen der Faustaufführung mit seinen tiefgehenden und eindringlichen Texten und einem guten Rockkonzert mit guter Mucke. Im Foyer des Autohaus Schmolck kommt das Rocktheater am 27. und 28. Februar auf die Bühne.
Daher zeigt auch das Plakat für die Faustaufführung im rockigen Gewand eine gestreckte Faust mit gestreckten Zeigefinger und kleinem Finger, bereit für ein Heavy-Metal-Konzert. In die Hexenküche wird Faust von Mephisto geführt, wo er das Hexeneinmaleins erlernt. Beim Countdown erwächst dann der „God of Hellfire“ daraus mit seinem unsterblichen Lied „Fire“. Faust wird seziert, entstaubt und auf den Punkt gebracht, wobei natürlich der Humor und anarchischer Witz nicht außen vor bleiben darf. Was in Zürich derzeit seit der Premiere im Jahre 2008 mit vielen ausverkauften Konzerten im Theater Rigiblick läuft, kommt auch nun in Emmendingen in den „schönsten Konzertsaal Emmendingens“ im Foyer des Autohaus Schmolck am 27. und 28. Februar auf die Bühne. Bernhard Schmolck sprang sofort auf diese Version von Faust an, als er davon gehört und gesehen hatte: „Wow, das muss nach Emmendingen.“  Gespielt beziehungsweise gesungen wird die „Liebesgeschichte“ von Johann Wolfgang von Goethe durch die beiden Schauspieler Daniel Rohr und Silvester von Hösslin, die beide schon auf eine lange Karriere zurückblicken können. Daniel Rohr ist zudem auch seit 2004 Leiter des Theaters Rigiblick. Erzählt wird Faust mit den besten Songs aus Rock und Pop mit klassischer Rockbesetzung: Benjamin Heusch an der Gitarre, Gerhard Gerstle am Bass, Micky Summ an den Keyboards und Lukas Meier am Schlagzeug. Faust ist eigentlich eine Tragikkomödie. „Die Tragik geht zwar unter die Haut, aber es ist doch mehr Komödie“, sagt Gerhard Gerstle, auch Dozent an der Emmendinger Privatmusikschule Musiclab. Das Stück geht ohne Pause über die Bühne. „Es wird sehr kurzweilig“, verspricht Gerhard Gerstle. Text und Musik passen zusammen und gehen ineinander über. Wenn Faust von Sonne spricht, dann folgt kurz darauf natürlich „Here comes the sun“. Sicherlich wird auch Faust „Sympathy for the Devil“ haben und Gretchen wird an „Heavens Door“ anklopfen. Somit gibt sich Emmendingen als Goethe-Stadt wieder alle Ehre. Doch es bleibt nicht nur bei diesem Rocktheater. Zuvor als Einstimmung, als Appetizer, treten sieben Schauspieler der Literatur- und Theater-AG des Emmendinger Goethe-Gymnasiums unter Leitung von Stefan Gnädinger auf einer anderen Bühne dreimal hintereinander auf. Aus dem Komplex Cornelia – Goethe – Schlosser werden sie Szenen entwickeln, die dazu passen. „Es ist ein humoristischer und stilistischer Übergang zum Rocktheater“, sagt Stefan Gnädinger. Unterstützt und gesponsert wird der Abend von der Badischen Zeitung, dem Autohaus Schmolck, der Bauer AG sowie der Stadt Emmendingen. Aufführungstermine sind am Samstag, 27. Februar um 20 Uhr und am Sonntag, 28. Februar um 19 Uhr. Der Einlass ist jeweils eine Stunde vorher. Schüler bezahlen 18 Euro, Erwachsene 25 (inklusive Begrüßungssekt). Catering mit Currywurst, Flammkuchen und Getränke sorgen für das leibliche Wohl.

Karten im Vorverkauf: BZ-Geschäftsstellen Emmendingen und Waldkirch und Autohaus Schmolck, Am Elzdamm 2.

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