Markgräfler Bürgerblatt

Faust Gymnasium – HAG Staufen: Verheerendes L´Aquila-Beben registriert

HAG-Leiter Sturm vor dem vor dem Bau geschütztem Seismograph mit Seismogramm des L´Aquila-Bebens. Foto: privat

Staufen. Trotz eingeschränkter Funktion registrierte der vor Bauarbeiten gut geschützte Seismograph der HAG-Tüftlerschmiede am Faust-Gymnasium in Staufen am 24. August um 3:39 Uhr das verheerende Erdbeben im Gebiet von L´Aquila, Italien. Bereits im April 2009 wurde diese Region von einem ähnlich starken Beben heimgesucht, was die besondere seismisch aktive geografische Lage zum Ausdruck bringt.

 
Bereits aus dem Seismogramm sei die zerstörerische Gewalt des Bebens mit der Stärke von 6,2 zu erkennen, die neben katastrophalen Gebäudeschäden bisher mehr als 260 Tote und über 400 Verletzte verursacht hat, lässt HAG-Leiter Winfried Sturm wissen und merkt an, dass die Auswirkungen sogar bis Österreich zu spüren waren. Wegen der immensen Ausbreitungsgeschwindigkeit von etwa 25.000 km/h ist es für ihn auch nicht erstaunlich, dass es nach Ausbruch eines Bebens keinerlei Vorwarnmöglichkeiten in den umliegenden Regionen gibt. Bei dieser unglaublichen Schnelligkeit der Bebenwellen von rund 7km/sec konnte diese bereits schon nach drei Minuten in Staufen registriert werden, wobei die Erschütterungen hier vor Ort mit der kaum wahrnehmbaren Bodenbewegung von ca. 0,01mm fast 30 Minuten andauerten. Die vielen Nachbeben konnten wegen des derzeit technisch eingeschränkten Seismographen-Betriebes nicht aufgezeichnet werden.

 
Dass immer wieder schwere Beben auf der Apennin-Halbinsel auftreten, scheint für Dipl.-Physiker und passionierten Hobby-Seismologen Sturm nicht ungewöhnlich und wird durch  die besondere tektonische Situation der aufeinander treffenden Afrikanischen- und Eurasischen-Platte bedingt. Daher wird es dort immer wieder zu seismologischen Ereignissen kommen, die ihr Hypozentrum in geringen Tiefen von 3 bis10 km haben und Ursache für derart katastrophale Folgen sind (WS).

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