Breisach Aktuell

Fährt jeden Tag gerne zur Arbeit

Merdingens Bürgermeister Martin Rupp ist 100 Tage im Amt

 

Kürzlich lud Merdingens neues Gemeindeoberhaupt in das Rathaus, um eine erste Bilanz seiner Amtszeit zu ziehen. Gerade einmal 29 Jahre alt ist Martin Rupp uns zählt damit zur Riege der jüngsten Bürgermeister des Landes. Von Amtsmüdigkeit ist bei Rupp nach 100 Tagen nichts zu spüren und auch seine Entscheidung, das Amt anzutreten, hat er nicht einen Tag bereut. Seinen guten Start verdankt er nach eigener Aussage vor allem dem tollen Team im Merdinger Rathaus.

Viele neue Gesichter hat es nach der Kommunalwahl auch im Merdinger Gemeinderat gegeben. Rupp freut sich über das verjüngte Ratsgremium. „Die Neuen sind alle sehr motiviert, die Alten helfen noch gerne mit“, so Rupp über das gute Miteinander. Voll des Lobes ist er für die Rathausmitarbeiter. „Mein Rathaus-Team hat mir den Einstieg sehr leicht gemacht“, bekennt Rupp. Eines der Hauptanliegen von Martin Rupp und seinem ebenfalls noch nicht lange im Amt befindlichen Hauptamtsleiter Dietmar Siebler sei „gute Kommunikation“. Zum Zwecke der Kommunikation besucht Martin Rupp auch zahlreiche Veranstaltungen in der Gemeinde mit dem regen Vereinsleben. „Es macht mir Spaß, möglichst viel dabei zu sein – es ist keine lästige Pflicht sondern eher Vergnügen“, sagt der Bürgermeister. Damit er künftig noch mehr dabei sein kann, und die Fahrt zur Arbeit, die er täglich von Freiburg aus antritt, künftig kürzer wird, will sich Martin Rupp spätestens zum Jahreswechsel auch nach einer Wohnung in Merdingen umsehen. Kleine neue Akzente will der neue Hausherr im Rathaus setzen. „Aufpoliert“ hat Martin Rupp seinen Facebook-Auftritt. Hier können auch die ganz jungen Merdinger nachlesen, was der Bürgermeister gerade tut oder was ihn umtreibt. „Es gab schon viel positive Rückmeldung gerade von den jungen Leuten“, sagt Rupp. An Themen in der Gemeindepolitik mangelt es nicht. Ob die umstrittene Aufrüstung des Mobilfunkmastes auf dem Feuerwehrhaus oder der Plan des Landes, das Gebiet „Zwölferholz-Haid“ künftig als Naturschutzgebiet auszuweisen – auf den jungen Amtsinhaber warten einige dicke Bretter, die es zu bohren gilt. In Bezug auf das Naturschutzgebiet ist Rupp ein wenig verschnupft über die Vorgehensweise des Regierungspräsidiums. Er hätte sich eine transparentere Informationspolitik und mehr Miteinander gewünscht. Höchst erfreulich sei hingegen das „kollegiale Verhältnis“ der Bürgermeister im Sprengel. „Der Umgang ist offen, und ich habe viel Zuspruch bekommen“, sagt der Benjamin unter den Bürgermeistern rund um den Kaiserstuhl. Für Merdingen wünscht sich Rupp zunächst einmal eine Lösung zum Thema Nahversorgung, wobei ein Discounter für ihn „die letzte Variante“ darstellt. Anpacken will Rupp auch das Problem der wachsenden Teilleerstände in der Ortsmitte. „Wir müssen Lücken schließen, statt nach außen zu erweitern“, so Rupp über teilweise seit Jahren brachliegende innerörtliche Flächen. „Es ist unsere Aufgabe, die jungen Leute am Ort zu halten, ohne das Ortsbild zu stark zu verändern. Wirrwollen unsere Identität nicht aufgeben“, betont der Bürgermeister. Frischen Wind wünscht er sich zudem in Sachen Tourismus in der Tuniberggemeinde. „In den 100 Tagen gab es schon ein paar, die schwierig waren, aber bisher bin ich noch jeden Tag gerne zur Arbeit gefahren“, bekennt Martin Rupp.

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