Markgräfler Bürgerblatt

Eschbachs Castell: Neues Rathaus mit 800jähriger Geschichte

Bürgermeister Mario Schlafke (l.) enthüllt im Beisein von Gabriele Hoffmann und Alt-Bürgermeister Harald Kraus die diesem beim Abschied aus dem Amt gewidmete Ehrentafel. Fotos: paw

Eschbach. Es sei, so Eschbachs Bürgermeister Mario Schlafke, selten, dass man als Rathauschef an der Gestaltung des eigenen Amtsgebäudes mitwirken könne – ihm sei es vergönnt gewesen. Nach jahrelangem Ringen im Gemeinderat und im Ort selbst konnte nun in der vergangene Woche Eschbachs neues Rathaus, der aus dem 14. Jahrhundert stammende Adelssitz „Castell“, bezogen werden.
Das neue Rathaus werde, so Schlafke weiter, ein „Dienstleistungs- du Kommunikationszentrum“ für alle Bürger sein – konkret sollen hier Dank modernster Technik alle Anliegen der BürgerInnen schnellstens bearbeitet werden und darüber hinaus das Haus ein Ort für Veranstaltungen und feste sein.

 

Über einem Nebeneingang des Neuen Rathauses haben sich die „Retter“, Gabriele und Claus Hoffmann, verewigt.

Schlafke lobte seinem Amtsvorgänger Harald Kraus für dessen „visionäres Handeln“. Die dem Amtsvorgänger bei dessen Scheiden aus dem Amt vom Gemeinderat gewidmete Tafel wurde nun Eingangsbereich des neuen Rathauses platziert, bei der Einweihungsfeier symbolisch durch Kraus und Gabriele Hofmann enthüllt.
In seiner Rede beschrieb der Altbürgermeister in kurzen Worten die rund 800jährige Geschichte das Castell und betonte, dass die heutige Nutzung als Rathaus nur durch den Kauf des Anwesens durch das Ehepaar Gabriele und Claus Hoffmann möglich geworden sei. Hoffmann, Statiker und Bauingenieur, hatte das Gebäude nach längerem Leerstand erworben und zu sanieren begonnen, bevor es die Gemeinde zurückkaufte und weiterentwickelte.
Rechnungsamtsleiterin Sybille Maas, die zum Jahresende Eschbach verlässt, und Elvira Riesterer vom Hauptamt der Gemeinde, hätten die Förderanträge so gekonnt erarbeitet, dass sie für den rathausbau um eine Million Euro an Fördergelder einbrachten, was – wie Harald Kraus mit leisem Lächeln betonte – es dem Gemeinderat leicht machte, das Projekt abzusegnen.

 
Ganz fertig ist das neue Gemeindedomizil freilich noch nicht: in einem zweiten Bauabschnitt soll im imposanten Dachstuhl eine „Box“ eingeschoben werden, in der künftig der Gemeinderat tagen und Ausstellungen stattfinden sollen. Der ursprünglich für den 2. Stock des Gebäudes vorgesehene Ratssaal wurde weiteren Büros geopfert. Der Zeitrahmen des Baus wurde eingehalten, ebenso der Kostenrahmen von 1,6 Mio. Euro. (MBB)

Eschbachs neues Rathaus, das rund 800 Jahre alte „Castell“.

 

 

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