Breisach Aktuell

Erstklassigkeit wieder hergestellt

SC-Trainer Christian Streich spricht ein Machtwort „Los, raus jetzt“ und geniest, nass aber glücklich, den Überfall seiner ´Jungs´ während der Pressekonferenz nach dem Spiel in Paderborn. Fotos: rs

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Nein – so etwas gab es noch nie, dass die Spieler des SC Freiburg, mit Sekt- und Bierflaschen in den Händen, die Pressekonferenz nach einem erfolgreich abgeschlossenen Spiel stürmen, dass der Pressesprecher sowie der Trainer der gastgebenden Mannschaft, in diesem Fall vom SC Paderborn 07, um nicht auch nass zu werden, vom Podium fliehen und erst wieder Platz nehmen, nachdem SC-Trainer Christian Streich ein Machtwort an seine Jungs gesprochen hat: „Los – raus jetzt!“.
Nass, aber stolz und glücklich, sitzt , Streich sekundenlang nach der Gerstensaft- und Sekt- Attacke da, um gleich wieder ernst und sachlich zu werden, entschuldigt sich bei René Müller, Paderborns-Trainer und Pressesprecher Matthias Hack, die, trotz Punkteverlust und nun letztem Tabellenplatz, den drohenden Abstieg in die 3. Liga vor Augen, Verständnis für die Freude der Freiburger zeigen: Der SC Freiburg ist nach einem Jahr wieder in der 1.Bundesliga angekommen.
Circa 1.500 SC-Fans waren nach Paderborn gekommen um zuversichtlich und fußballtypisch laut aber friedlich ihre Mannschaft zu unterstützen. Die erste Halbzeit war seitens der Breisgauer verhalten, sie ließen Paderborn kommen, die Hausherren suchten zu Punkten. Mit 28 Zählern belegen sie, nach TSV 1860 München mit 31 Punkten auf Platz 14, Fortuna Düsseldorf und FSV Frankfurt mit jeweils 29 Punkten auf 15 und 16 und nach dem punktgleichen MSV Duisburg, den 18. Tabellenplatz. Sie rannten gegen ein Bollwerk an, der SC verteidigte geschlossen, ließ insgesamt nur 16 Torschüsse zu, davon zwei direkt auf das SC-Tor.
Nach dem Wiederanpfiff eine saudumme, glücklicher Weise nur kurze Pyro-Aktion im Fanblock des SC Freiburg, die auch schnell in Vergessenheit geriet, denn die Jungs aus Südbaden übernahmen den Fortgang des Spiels: 46. Minute – Mike Frantz – 1:0, 48. Minute – Nils Petersen – 2:0 für Freiburg. Allerdings, in der 57. Minute gelang Moritz Stoppelkamp, Mittelfeldspieler des SC Paderborn, der Anschlusstreffer zum 1:2 nach einem total misslungenen Abschlag von SC-Keeper Alexander Schwolow. Hochspannung auf dem Rasen, die Paderborner wollten Ausgleich und Sieg, drei Treffer knallten gegen das Aluminium des SC-Tores. Ab der 86. Minute verteidigte der SCF nur noch mit neun Feldspielern, Pascal Stenzel sah nach wiederholtem Foul Gelb-Rot. Aber nach 90+3 Minuten begann für den SC die Wiederaufstiegsfeier.
Zum letzten Heimspiel empfängt der SC Freiburg kommenden Sonntag, 8. Mai, den 1. FC Heidenheim, mit 45 Punkten auf Platz 7, am letzten Spieltag der 2.Liga-Saison 2015/16 reist die Mannschaft zum 1. FC Union Berlin. Alle jeweils neun Spiele der letzten beiden Spieltage beginnen zeitgleich um 15.30 Uhr. (rs.)

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