Breisach Aktuell

Versammlung in der Stadthalle zum Thema Verkehr

Das neue Verkehrskonzepts für die Innenstadt steht

Die Versammlung zum Erfahrungsaustausch Probelauf Einbahnstraßenring in der Stadthalle Breisach lockte bei kaltem Winterwetter doch einige Breisacher in die Stadthalle, aber überwältigend war der Besuch der Anlieger und Breisacher auch nicht. Am Abend kam das Neue Verkehrskonzept mit seinen Umwandlungsproblemen zur Sprache.
Auch zuvor gab es schon punktuelle Probleme mit den Fahrzeugmassen. Dass es Verschiebungen durch das neue Verkehrsentwickungskonzept geben würde, hatte Bürgermeister Oliver Rein auch nie ausgeschlossen. Grundsätzlich sei der Probelauf positiv verlaufen. Nur Ausweichverkehre im Schleichwegmodus stellten Anwohner und Planer vor neue Herausforderungen. Umwandlungen in verkehrsberuhigte Bereiche beziehungsweise Umwandlung in eine Fußgängerzone können Entlastungen bringen. Verkehrsberuhigend sollen auch die vielen Blumenkübel, die zwischenzeitlich aufgestellt sind bringen und zudem wird die Installation von Rüttelschwellen überdacht.
Mit dabei waren alle Fachleute und viele Gemeinderatsmitglieder. Sie haben im Januar 2017 über das neue Verkehrskonzept zu entscheiden.

Verkehrskonzept Breisach

Zuvor werden nochmals alle Bedenken und Einwände geprüft. Danach entscheidet das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald als Untere Verkehrsbehörde über die Anordnung des Gemeineratsbeschlusses und danach kommt die endgültige Umsetzung der neuen Verkehrswege in die Breisacher Innenstadt. Münsterberg und Rhein machen die geographischen Voraussetzungen nicht einfacher. So ist es sehr schwer eine Ausfallstraße zu finden. Schulen und Naherholungsgürtel stehen der Jahnstraße derzeit entgegen, so der Bürgermeister. Dadurch wird die Einbahnstraßenregelung favorisiert. Ein Einbahnstraßenring, der seit den Sommerferien installiert ist und die Innenstadt entlasten soll. Die Innenstadt soll aber nicht Verkehrstot werden. Es ist der nötige aber nicht unnötige Verkehr gewünscht, sagte der Bürgermeister. Gewünscht wird keinesfalls der Wunderfitzverkehr, so Rein wörtlich. Der Gemeinderat hat sich die Entscheidung zum Probelauf nicht leicht gemacht, sagte der Bürgermeister. Die Umsetzung des Beschlusses funktioniert besser als erwartet, sein derzeitiges Resumee. In Zukunft ist für die ganze Stadt Breisach eine 30 km/h Zone vorgesehen. Schwierig, wie es sich derzeit schon in der Innenstadt zeigt, denn es dürfen verkehrsrechtlich keine Fußgängerüberwege installiert werden und bestehen bleiben. Fast ein Witz, denn die Fußgänger in unserer ständig älter werdenden Gesellschaft sind dann die Benachteiligten. Aber auch Radfahrer meldeten sich zu Wort, denn dort wo sie entgegen der Fahrtrichtung in den Einbahnstraßen fahren dürfen, sollte auch genügend Platz für sie sein, damit sie sicher genug fahren können. Beim Überholen ist schon ein Abstand von einem Meter vorgeschrieben. Bei Restfahrbahnbreiten von vier Metern kann es dann durch Gegebenheiten sehr schnell eng genug werden. Die Power Point Präsentation ist ins Internet eingestellt und da kann sich jeder Breisacher ausgiebig informieren und seine Bedenken oder Einwände nochmals vorbringen. Sie werden alle überprüft, versprach der Bürgermeister. Das sagte er auch zur Anwohnerinitiative, die sich bislang nicht genügend reflektiert sieht. Die Fragerunde am Abend sei nicht die Diskussion in ihrem Sinne. Der Bürgermeister widersprach. Ich stelle mich und stellte mich jederzeit unbequemen Fragen und ich komme gerne zu Ihnen vor Ort. Soweit ging er nochmals auf die Anwohnerinitiative zu und verwies zudem auf bisherige Veranstaltungen in der Spitalkirche.
Schleichverkehr belastet sind Stuckgasse, Spitalgasse, Ziegelhofstraße und Grendeltorweg, Fußgänger und Schüler haben dort zwischenzeitlich das Nachsehen. Ein Abwägungsspiegel wird nach Sichtung aller Einwände und Hinweise mit dem beauftragen Ingenieurbüro durch die Stadtverwaltung für den gesamten Verkehrsbereich erstellt, damit der Gemeinderat verkehrstechnisch sinnvolle Ausführungsalternativen bei seiner endgültigen Entscheidung zum Neuen Verkehrskonzept als Grundlage zur Verfügung hat.

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