Breisach Aktuell

Entmachtung des Vogtsburger Rathauschefs

Bürgermeister Benjamin Bohn, bewacht von den zahlreichen Hexen, es scheint der Zirkusdirektor hat sich mit seiner misslichen Lage abgefunden. Bild: BA

Vogtsburg Oberrotweil

Zur Rathauserstürmung hatten die Finsterdobelhexen aus Oberbergen gerufen. Aus allen Stadtteilen machten sich die Vogtsburger Narrennester auf nach Oberrotweil. Alle Narren waren sich einig, der Stadtvogt Benjamin der Erste muss entmachtet, gefangen genommen und die Stadtkasse in Besitz genommen werden.
Vorgefunden hatten die Narrennester am Oberrotweiler Rathaus -nicht ganz überraschend- eine Zirkusmanege. Diesen Zirkus im Oberrotweiler Rathaus vermuteten schon seit Jahren manche Bürger hinter vorgehaltener Hand. Die Show begann mit einem Knattern und Rauschen, dann kamen die Finsterdobelhexen im Rathaushof angerauscht, was das Krottenbach Chaos veranlasste, lautstark mit ihren wilden mitreißenden schrägen Tönen und Trommelwirbel, die Zirkusbesucher in Stimmung zu bringen und zur Attacke auf die Chefetage des Zirkus zu blasen.                                                                             Unter dem Fenster der Chefresidenz warteten drohend  die zahlreichen Narren, um zur Festnahme des Zirkusdirektors zu schreiten sowie den Schlüssel zum Rathaus und die Stadtkasse zu rauben. Gestärkt mit Leberwurstbrot aus  der Finsterdobelküche, einem Schorle oder Wasser, bereiteten sich alle auf den Sturm aufs Rathaus vor. Der als Zirkusdirektor verkleidete Vogtsburger Dompteur Bohn versuchte mit allen Mitteln, sich der Machtübernahme der Narren zu wehren. Aber so leicht ging die Machtübernahme der Narren nicht von statten, denn der Zirkusdirektor wehrte sich zuerst mit Gesang. Als dies nichts nützte, machte er den Hexen klar… „es gibt nichts zu holen, die Kasse ist seit Jahren leer, unser Zirkus schreibt keine schwarzen Zahlen mehr“. Doch die Finsterdobelhexen stürmten gefolgt von allen Narrennestern die Zirkusarena und setzten den Direktor fest. Sie legten ihm Fesseln an und nahmen die Stadtkasse in Empfang, denn der Kämmerer Pius war schon auf und davon. Aus Erbarmen für den armen Kerl spendeten die Hexen dem entmachteten Rathauschef ein Leberwurstbrot. Gefeiert hatte das Narrenvolk noch einige Stunden, denn etwas Geld hatten sie doch noch in der Kasse gefunden.

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