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Emotionale Wunden heilen

Ruhe und Entspannung bietet die Parkanlage der Sigma-Klinik. Foto: © Sigma-Zentrum

Hilfe im Sigma-Zentrum Bad Säckingen

Bad Säckingen. Der Zugang zur Seele, die Kontrolle über Gefühle und die Wiedergewinnung von Handlungsfähigkeit sind entscheidend, um neue Lebensperspektiven zu finden; gefragt sind traumaspezifische Diagnose- und Therapie-Ansätze.

Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen wendet wirksame und schonende Verfahren zur Trauma-Therapie an, dabei geht es darum, dass die betroffene Person darin unterstützt wird, das traumatische Geschehen zu be- und zu verarbeiten, damit es integriert werden kann und somit zur Erinnerung wird. Bei weit zurückliegenden oder tief verdrängten Verläufen hat sich ein mehrstufiges Behandlungskonzept aus intensiver Einzel- (mehrmals pro Woche) und Körperpsychotherapie, speziell für traumatisierte Menschen konzipierten Stabilisierungsgruppen, Gestaltungs-, Musik-, Tanz- und Bewegungstherapien und verschiedenen Entspannungsverfahren bewährt.

Zu den Schwerpunkten der speziell für Frauen konzipierten Stabilisierungsgruppe gehört zunächst, dass die posttraumatischen Stress-Symptome als normale Reaktionen auf ein abnormales Erlebnis verstanden werden und dann Fähigkeiten zur Ressourcenaktivierung, Bewältigungsstrategien und zum Umgang mit inneren Anspannungen entwickelt werden.

Stress-Reaktionen auf etwas eigentlich Normales sind ein genetisch verankertes, automatisiertes und überlebensnotwendiges Reaktions- und Verhaltensprogramm. Stresse signalisiert durch Körperreaktionen Alarm, Kampf oder Flucht.

Stress wird dann zum Problem, wenn er kein Ventil für eine aktive Ausweg-Reaktion findet und/oder chronisch wird. Wesentlich für die Entstehung eines stressinduzierten Traumas ist, dass die psychische Anspannung des Betroffenen nicht nachlässt, der Stressreiz anhält oder die Person keine Möglichkeit findet, das Erlebte in seine Erfahrungswelt zu integrieren, es nicht abgearbeitet werden kann, sondern weiter in der Psyche, im Unterbewussten, präsent bleibt.

Von hier kann es durch die unterschiedlichsten Auslöser – Trigger – über alle Sinnesorgane wie Augen, Ohren, Nase, Haut, unvermittelt wieder aktiviert werden, die Bilder der früheren Ereignisse tauchen auf und/oder die damit einhergehenden Gefühle, Körperreaktionen stellen sich wieder ein. Mit dem Gefühl, als ob alles – jetzt – wieder passierte manifestiert sich mit zeitlichem Verzug die Posttraumatische Belastungsstörung, aus einem alten Stresserlebnis entsteht ein Krankheitserleben. (rs.)

 

 

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