Breisach Aktuell

Eine Chance für alle!

Neugestaltung des Innenstadtkerns

Die Stadt Breisach gestaltet den Marktplatz neu, mit einbezogen in diese Planungen ist der Bereich vom Kommunalen Kino bis hin zum Gutgesellentorplatz.
Wasser und Wasserfontänen sollen das Leben am und mit dem Wasser unterstreichen und den Platz samt weiteren Einzugsbereich beleben. Breisach lebte schon immer mit dem Fluss Rhein, der gleichermaßen Fluch und Segen war. Wasserspiele stellen ein Stück Lebendigkeit dar, sie sind einfach Besonderheit und bieten heutzutage Spaß und Freude. Das war nicht immer so in der Historie um das Wasser. So wurde einst in Rom bewusst das Kolosseum unter Wasser gesetzt. Damit konnte eine blutige Seeschlacht aus dem Jahr 664 vor Christus nachgestellt werden. Explizit für diese Wasserspiele war eigens ein Äquadukt umgeleitet worden und somit konnten die benötigten Millionen Liter an Wasser in diese Arena fließen. Die anschließenden Gladiatorenspiele mit den großen Ruderschiffen wurden somit 744 Jahre später zur Freude der Zuschauer zur Attraktion, Rom erinnerte damit im Jahr 80 nach Christus recht brachial mit vielen sterbenden Gladiatoren an seine frühe Geschichte.
Wasser zum Sterben als Volksbelustigung dort, den Fluch des Wassers gab es aber auch in Breisach. In der Rheintorstraße ist unweit des Marktplatzes ist eine Markierung aus dem Jahr 1876 angebracht. Dort stand das Wasser des Rheins letztmals einen Meter hoch in der gefluteten Unterstadt samt Umgebung. Zudem hat auch Breisach in seiner Geschichte vieles erlebt, wobei der kraftvolle Wasserfluss des Rheins auch bestimmendes Positivelement bei der Verteidigung der Festung Breisach, bei der Nahrungsgewinnung und für den Handel mit Waren auf dem Wasserweg war.
Historisch nun auch die einstimmige Entscheidung des Gemeinderats zur Neugestaltung der Stadtmitte mit wegweisenden Wasserspielen. Man darf da echt auf das Neue gespannt sein, das seit Beginn der 80er Jahre immer wieder in der politischen Diskussion war. Die Gewinnerpläne mit Wasser, Ruheplätzen und Bäumen eines Architektenwettbewerbs aus dem Hause der Landschaftsarchitekten „K9 Architekten – Faktorgrün“ sind vielversprechend, Details noch zu regeln. Am Ende wird ein städtisches Ambiente mit südländischem Flair entstanden sein, das wenig Vergleichbares zulässt. Das unverkennbare Alleinstellungsmerkmal ergibt dann letztendlich der Münsterberg mit dem Blick auf das Münster St. Stephan. Deswegen wird diesem ungehinderten Blick in den Planungen höchste Priorität eingeräumt. Großer Wurf, wegweisendes Projekt und Lobesworte waren von den Fraktionen bei der Begründung zur Entscheidung zu hören. Einzig der offene Brief der Interessengemeinschaft Marktplatz (IG) mit dem Hinweis auf keine unnötigen und kostspieligen Fontänen und keinesfalls Introhnisierung eines permanenten Spielplatzes. Das wurde von der SPD kritisiert.
Bei einer Gesamtinvestitionssumme von 3,45 Millionen Euro darf in der Folge auch Großartiges erwartet werden. Der Zuwendungsanteil des Landes Baden-Württemberg beträgt 800.000 Euro. Etwa eine Million sind im Jahreshaushalt 2016 eingestellt und könnten noch verbaut werden. Allerdings nur, wenn die Verträge noch rechtzeitig ausgehandelt werden können. Die Bauzeit beträgt dann mehrere Jahre, bis 2019 sind vorab immer wieder Mittel im Haushaltsplan der Stadt eingestellt. Bürgermeister Oliver Rein sprach den Planungen ein großes Lob aus und verwies darauf, dass Anwohner und Geschäftsleute in die Abwicklung des Vorhabens einbezogen werden sollen.
Vertretern der IG wird ebenfalls Gesprächsbereitschaft geboten. Diese befürchtet das Fernbleiben von Kunden während der Bauphase und fordert mehr Parkplätze und ein Mitspracherecht während der Bauphase.  Die bestehenden Parkplätze sollen mit der Verwirklichung des Konzepts Neuer Marktplatz in 15 Kurzzeitparkplätze umgewandelt und der Verkehrsfluss verändert werden.

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