Breisach Aktuell

Ein unbeschreibliches und unvergessliches Erlebnis

Teil VIII.: Wallfahrt zu den Heiligen Drei Königen von Breisach nach Köln

Der vierte Tag stand ganz im Zeichen von Köln. Die Besichtigung der drei romanischen Kirchen St. Pantaleon, St. Aposteln und St. Kunibert war sicher wieder ein entscheidender Teil des Tages.

 

Für mich aber stand an diesem Freitag das Treffen mit den Ruderern im Vordergrund. Denn sie haben – bis auf ein paar Meter – unser gemeinsames Ziel Köln ebenso erreicht. Das sind beachtliche 464 Rheinkilometer. Und ich durfte mit einer kleinen Abordnung auf dem Clubgelände des Rudervereins Köln unsere Ruderer willkommen heißen. Im Übrigen hat der Kölner Ruderverein das gleiche Gründungsjahr wie unser Turnverein, nämlich 1877. Auch hier wieder eine Gemeinsamkeit, die sicher kein Zufall ist. Ich war auf jeden Fall voller Stolz erfüllt, als ich unsere Ruderer begrüßen und in den Arm nehmen durfte. Sie waren zwar erschöpft, aber das Erreichen dieser Etappe ließ sie die Qualen und Strapazen der vergangenen Tage vergessen. Diese Zusammenkunft war schon etwas ganz Besonderes. Da standen sie, unsere Ruderer, die sich mit dem Ruderboot am vergangenen Sonntag auf den Weg nach Köln gemacht haben, die wir unterwegs mehrere Male gesehen und angefeuert haben. Jetzt sind sie hier und haben es geschafft. Dann kam der Höhepunkt der Wallfahrt am fünften und letzten Tag.

Teil VIII 2

Wir durften alle die Anlandung unserer Ruderer mit der Barke Rheingold am Heinrich-Lübke-Ufer erleben. Wir sind dann alle gemeinsam zum Kölner Dom gefahren. Es war für mich schon ein besonderes Erlebnis, Teil dieser Prozession, angeführt vom symbolischen Schrein der Heiligen Drei Könige, gefolgt von den Ruderern und Wallfahrern, gewesen zu sein. Am Südportal des Kölner Doms hat uns dann Domdechant Monsignore Robert Kleine höchstpersönlich in Empfang genommen und zum Dreikönigsschrein im Hochchor geführt. Der anschließende Gottesdienst war es dann, der nochmal alle zusammengeführt hat. Denn er wurde eigens nur für und mit uns gefeiert. Es war schon ein erhebendes Gefühl, hier in greifbarer Nähe des Dreikönigsschreins zu sein und die Blicke in die unendlich scheinenden Höhen des Doms schweifen zu lassen. Fast so, als schaue man in den Himmel. Ich hatte das Gefühl, Gott ein Stück näher gekommen zu sein. Wie muss erst dieses Gotteshaus im Mittelalter auf die Menschen gewirkt haben, wenn sie von ländlichen Gebieten nach Köln und in den Dom gepilgert sind. Im Anschluss fand noch ein Empfang der Stadt Köln mit Bürgermeister Bartsch im Hansa Saal des Historischen Rathauses statt. Das war sozusagen der Schlusspunkt dieser Wallfahrt. Mit vielen unvergesslichen und zum Teil sogar unbeschreiblichen Eindrücken machten wir uns am Nachmittag auf den Heimweg. Ein ganz besonderer Dank von meiner Seite aus gilt den Eheleuten Dr. Grom, Pfarrer Werner Bauer, Harald Hensle und Dagmar Ewert-Groh vom Turnverein.

 

Eine Wallfahrt (lat. peregrinatio religiosa, von wallen, in eine bestimmte Richtung ziehen, fahren, unterwegs sein) ist eine Reise, bei der am Ziel eine Pilgerstätte besucht wird. Sie kann unternommen werden, um ein religiöses Gebot oder ein Gelübde zu erfüllen, und wird auch als Pilgerreise, Pilgerfahrt, Betfahrt und im Islam als Haddsch oder Ziyara bezeichnet. Bei einer Wallfahrt steht nicht der Weg, sondern das Ziel im Vordergrund, während bei einer Prozession der Vorgang des Schreitens, oft als Um-Schreiten, im Mittelpunkt steht.                                   Quelle: wikipedia.de

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