Breisach Aktuell

Ein munterer Ausflug nach Munster in die Vogesen

Ihringer Partnerstadt ist Gastgeber beim Seniorenausflug

Alle Einwohner von Ihringen, die das 75. Lebensjahr vollendet haben, bekommen jährlich Post vom Rathaus. Im Umschlag befindet sich die Einladung zum Seniorenausflug. So wurden in diesem Jahr 704 Einwohner angeschrieben, 109 davon in Wasenweiler.
250 Senioren und Seniorinnen nahmen das Angebot der Gemeindeverwaltung an und gingen mit Bürgermeister Martin Obert und Ortsvorsteher Alois Lai auf Reise Richtung Elsass. Man kennt sich gegenseitig und so gab es ein großes „Hallo“ an der Abfahrtsstelle des Parkplatzes der Kaiserstuhlhalle in Ihringen. Zum Vergleich: Zu Beginn der Aktionen Seniorenausflüge im Jahr 1998 waren es noch 338 Personen über 75 Lebensjahre. Aber eines ist dennoch gleich wie damals, auch der 18. Seniorenausflug wurde wieder zum großen Erfolg.
Die Fahrt ging über die beschaulichen Dörfer im Elsass bis in die Vogesen. Dort im Munstertal befindet sich die Zweitälerstadt Munster, deren 5.000 Einwohner durch ihren Munsterkäse weltweite Bekanntheit erlangt hat. Seit Beginn der 90er Jahre ist Munster Partnerstadt von Ihringen, die Kontakte reichen jedoch in weitaus frühere Zeiten zurück. Schwierig einst das Zusammenkommen, ob der vielen jüngeren zeitgeschichtlichen Ereignisse, die nicht immer friedlich verliefen. Die Stadt Munster war hier oft im Fadenkreuz gegnerischer Verbände. Gegründet wurde Munster einst durch die Benediktiner Mönche, die in der heutigen Stadtmitte das St. Gregorius Kloster errichteten. Die Französische Revolution beendete den Fortbestand dieses Klosters. Bürgermeister Pierre Dieschinger mit einer Trachtenkappe der Melker auf seinem Kopf und seine Mitstreiter, die ebenfalls in Tracht erschienen waren, begrüßten den schier endlosen Tross der Senioren. Hinein ging es gleich nach der Ankunft in den Festsaal der Stadthalle, die Singenden Winzer aus Ihringen mit im Handgepäck. Eine elsässisch/deutsche Coporoduktion an Unterhaltung sorgte zu Gugelhupf, Kaffee, Kuchen und Elsässer Wein für allerbeste Unterhaltungswerte.
Wer Lust hatte, konnte sich auch einer Stadtführung anschließen, die Reste des Klosterkreuzgangs und alte Prachtbauten offenbarte. Am Rathaus befindet sich auch ein Wappen (Adler mit Doppelkopf), das die frühere Zugehörigkeit zum Heiligen römischen Reich  Deutscher Nation dokumentiert. Das älteste bekannte Gebäude der Stadt stammt aus dem  Jahr 1572. Die Stadt lebt vom Tourismus und viele Fermen warten in der idyllischen Vogesenlandschaft auf Besucher. Industrie gibt es so gut wie keine mehr, die Einheimischen pendeln zur Arbeit aus. Über die Col de la Schlucht kann der Höhenzug der Vogesen ins Landesinnere überwunden werden.
Entlang der elsässischen Weinstraße ging es über Marckolsheim/Sasbach wieder über den Rhein zurück nach Hause. In Ihringen in der Kaiserstuhlhalle wurde der Abschluss gefeiert. Mit einem zünftigen Mahl und Unterhaltung durch die Trachtengruppe, die Singenden Winzer  und die Damenriege des Turnvereins wurde es  bis zum Ende dieses Ausflugstages für die Senioren auch nie langweilig.

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