Markgräfler Bürgerblatt

„Du machst uns verrückt!“

xTypisch Freiburg, typisch SC: Die SC-Fans auf der Nord-Tribüne hatten sich vor dem Anpfiff zum ersten Heimspiel wieder etwas einfallen lassen. Foto: rs

Freiburg. Die Choreographie der SC-Fans am 10. September auf der Nord-Tribüne vor dem ersten SC-Heimspiel gegen die in der Champions-League spielende Borussia Mönchengladbach im ausverkauften Freiburger „Schwarzwald-Stadion“, traf wieder einmal den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf: „Du machst uns verrückt“: Haare raufende Glückseligkeit in diesem Spiel, Haare raufendes Entsetzen im nächsten, in Köln.
Trotz sehr gutem Zusammenspiel der Breisgauer stand es zur Pause 1:0 für die Gladbacher. Leichtes Haare raufen war angesagt. Aufkommende Glückseligkeit machte sich ab der 54. Minute durch den Ausgleichstreffer von Maximilian Philipp im Stadion breit, Jubel auf allen Rängen ab der 85. Minute, nach einer Vorlage vom eingewechselten (82. Minute) Nils Petersen, brachte wiederum Philipp den SC mit 2:1 in Führung. Drei Minuten später absolute Glückseligkeit, Petersen, von 24.000 SC-Anhängern, minus dem starken vertreten Gladbach-Fan-Block, aufgefordert, verwandelte in der 88. Minute einen Foul-Elfmeter zum 3:1 Sieg des SCs. Glückseligkeit pur, nicht nur im und um das Stadion an der Dreisam, sie war in der ganzen Stadt zu spüren.
Haare raufen war am 16. September beim Abendspiel gegen den 1. FC Köln im Köln-Müngersdorfer „Rheinenergiestadion“ vor 47.200 fußballverrückten Kölner angesagt. Laut Statistik sprach alles für den SC: 65 Prozent Ballbesitz, 82 Prozent geschlagene Pässe fanden ihren angespielten Abnehmer, acht direkte Schüsse auf das Kölner Tor (im Tor Timo Horn), 6:4 Ecken für den Gast aus Südbaden. SC-Trainer Christian Streich nach Spielende: „Wer seine Chancen nicht nutzt, verliert halt. So ist das halt mal im Fußball!“ Endstand ernüchternde 3:0 für den 1. FC Köln.
Nach drei von 17 Spielen in der am 20. bis 22. Januar 2017 gegen Bayern München (SC-Heimspiel!) endenden Vorrunde der Saison 2016/17 der 1.Bundesliga gibt der Tabellenstand noch gar nichts her. Pessimisten raufen sich nun schon die Haare, Optimisten lassen sich durch die elf SC-Spieler auf dem Rasen von Spiel zu Spiel „verrückt machen“ und bewahren sich die Hoffnung bis zum „Glückseligen Ende“ am 20.Mai 2017 in der mit 75.000 Plätzen ausgestatten „Allianz Arena“ in München.
Nach dem Heimspiel gegen den Hamburger SV muss der SC bereits am Freitag, 23. September nach Dortmund in den „Signal Iduna Park“, mit 81.359 Zuschauerplätzen das größte Bundesliga-Fußballstadion, Anpfiff 20.30 Uhr. Am Samstag, 1. Oktober wird um 15.30 Uhr der Ball im Spiel gegen die Eintracht Frankfurt im Stadion zwischen Schwarzwaldstraße und Dreisam freigegeben. (rs.)

 

 

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