Breisach Aktuell

Drei romanische Kirchen in Köln

St. Pantaleon - eine der ältesten romanischen Kirchen Kölns.

Teil V.: Wallfahrt zu den Heiligen Drei Königen von Breisach nach Köln

Am vierten Tag der Wallfahrt haben die Wallfahrer drei romanische Kirchen in Köln besichtigt.

 

Die Erste: St. Pantaleon ist eine der ältesten romanischen Kirchen Kölns. Die ehemalige Benediktinerkirche ist auf einer römischen Villa surburbana erbaut, deren Reste in der Krypta unter dem Hochaltar zu sehen sind. Die Kirche ist dem heiligen Pantaleon, sowie den Heiligen Cosmas und Damian geweiht. Eindrucksvoll ist das Westwerk der Kirche. Es gilt als eine der herausragenden Schöpfungen ottonischer Sakralbaukunst. Ebenso bedeutend ist der fragmentarisch erhaltene Kreuzgang an der Nordseite des Chores. Bewundernswert sind auch der Maurinus- von 1170 und Albinusschrein von 1186. Neu wiederhergestellt wurde im Juni 2010 der barocke Reliquien-Umgang hinter dem Hochaltar. Das ehemalige Benediktinerkloster gilt als ein kunsthistorisch bedeutsamer Bau. Hier befindet sich das Grab des Heiligen Erzbischofs Bruno – erster deutscher Reichskanzler und Bruder von Kaiser Otto dem Großen -, wie auch das Grab der Kaiserin Theophanu – Frau von Kaiser Otto II. Das Gotteshaus ist ausgestattet mit einem spätgotischen Lettner und anderen Kostbarkeiten. Die Zweite: St. Aposteln wurde vom Kölner Erzbischof Pilgrim nach 1021 als eine dreischiffige Basilika und ein daran angrenzendes Chorherrenstift erbaut. Nach einem Brand 1198 erhielt die Kirche ihre jetzige Gestalt, wie sie auf der Darstellung des Mercator-Plans von 1571 zu sehen ist. Bei einer Umgestaltung während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Krypta zugeschüttet und blieb vergessen, bis sie nach dem Zweiten Weltkrieg beim Wiederaufbau entdeckt wurde.

Die Kirche St. Aposteln wurde um 1021 erbaut.

Die Kirche St. Aposteln wurde um 1021 erbaut.

Besonders fällt die quadratische Vierung ins Auge, an die sich drei Apsiden wie in einem Kleeblatt anschließen. Diese Dreikonchenanlage ist ein besonderes Merkmal der Basilika. Die Zahl der 12 Apostel, der Patrone der Basilika, findet sich auch in den zwölf Pfeilern wieder, auf denen die Kirche gegründet ist. Erst 1802 nach der Säkularisation übernahm die Pfarrgemeinde die Kirche. Pilgrim, der Gründer der Basilika, wurde vom Abt von Reichenau hoch gerühmt wegen seines Bemühens, athematische Spekulation und himmlische Harmonie im Lobe Gottes zu vereinen. Die Dritte: Die jüngste unter den großen romanischen Kirchen Kölns ist die Basilika St. Kunibert, nördlich vom Dom in der Nähe des Rheins gelegen. Sie wurde im Jahre 1247 konsekriert, ein Jahr, bevor man den Grundstein für den Neubau des Domes legte. Der spätromanische Bau wirkt von außen wie eine Gottesburg, die mit ihren drei Türmen und den starken Mauern alles Böse abwehren und dem Guten Zuflucht und Schutz bieten möchte. Wer das Innere betritt, der empfindet nach der Strenge und dem fast abweisenden Charakter des Außenbaus die lichte Höhe, Weite und Harmonie des Inneren als großartig. Dem Eintretenden bietet sich eine helle, hochgewölbte Halle. Sie ist einheitlich gegliedert und umfasst drei Schiffe, ein Querhaus nach Westen hin und eines nach Osten hin mit der erhöhten Apsis. Ein Blick in die Apsis zeigt die wunderbare Harmonie der Bögen, Säulen und Fenster. Hinter Säulenbündeln sind in beiden Geschossen Laufgänge verborgen. Im Erdgeschoss lassen fünf kleine, im Obergeschoss fünf große Rundbogenfenster getöntes Licht eintreten. In den drei mittleren Fenstern des Obergeschosses sind herrliche Glasmalereien aus der Zeit der Romanik erhalten. Am Abend des vierten Tages hat sich dann eine kleine Abordnung der Wallfahrer auf den Weg in den Kölner Hafen aufgemacht, um erneut die Ruderer an ihrem Ziel zu treffen. Voller Dankbarkeit und Demut sind alle in Köln angekommen und freuen sich auf den krönenden Abschluss am fünften Tag im Kölner Dom. Fortsetzung folgt. Quellenangaben: Internetseiten von St. Pantaleon, St. Apsoteln und St. Kunibert

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