Markgräfler Bürgerblatt

Dr. Christoph Hoffmann im Amt bestätigt

Bürgermeisterwahl mit Irritationen

Bad Bellingens alter und neuer Bürgermeister, Dr. Christoph Hoffmann. Foto: Amann

Bad Bellingens alter und neuer Bürgermeister, Dr. Christoph Hoffmann. Foto: Amann

Bad Bellingen. Am Wahlsonntag nutzten von 3425 wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern in Bad Bellingen nur 1130 ihr Wahlrecht. Von diesen 1130 abgegebenen Stimmen konnte der amtierende Bürgermeister Dr. Christoph Hoffmann 879 verbuchen.
209 Stimmen entfielen – ungefragt – auf weitere 36 (!) Personen, die gar nicht zur Wahl angetreten waren. Und es gab dabei eine Spitzenreiterin: Exakt 100 Bad Bellinger Stimmbürger gaben der ehemaligen Kurdirektorin Rebecca Paul ihr Votum. Paul hatte infolge einer schweren Auseinandersetzung mit Hoffmann den Kurort verlassen.
Eine schwache Wahlbeteiligung hatte sich schon seit Wochen angedeutet und wäre auch nicht sonderlich zu registrieren; die Bad Bellinger Wahl ist ja ein Soloereignis des amtierenden Bürgermeisters geblieben. Wie aber sind im Nachhinein die 209 Gegenstimmensplitter an den Wahlurnen zu bewerten? Kommunalpolitische Beobachter bringen es auf den Punkt: nicht nur dem Bellinger Wahlvolk, sondern auch dem im Tagesgeschäft des Rathauses bienenfleißigen und im Rahmen des Möglichkeiten und Machbaren unbestreitbar erfolgreichen Bürgermeister Hoffmann hatte der ernsthafte Gegenkandidat und Herausforderer gefehlt. In Rede und Gegenrede hätte dann eine Diskussion über die Leistungen und Defizite des Amtsinhabers stattfinden können, die nun „stumm“ an den Wahlurnen ihren Ausdruck gefunden hat. (KA)

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