Markgräfler Bürgerblatt

DLRG-Bezirk Breisgau: Lebensretter wagen sich aufs Eis

Eisrettungsübung des DLRG-Bezirks Breisgau am Flückiger See in Freiburg. Foto: zVg/DLRG

Freiburg. Der Winter hat Deutschland derzeit fest im Griff. Die Wasserretter des Bezirks Breisgau der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nutzten die winterlichen Verhältnisse am Sonntag um im Freiburger Seepark auf dem Flückiger-See die Eisrettung zu üben.

 
Insgesamt nahmen 25 Einsatzkräfte aus den verschiedenen Ortsgruppen des Bezirks teil. Geprobt wurden unterschiedliche Einsatzszenarien.Für die Übung wurde mit einer Motorsäge ein Loch in das circa zwölf Zentimeter starke Eis gesägt. Nur angeleinte Retter mit Schwimmweste durften die Eisfläche betreten. Nicht ohne Grund, denn trotz der relativ dicken Eisschicht bildeten sich an verschiedenen Stellen lange Risse.

 
Mirco Bahr, Leiter Einsatz des DLRG-Bezirks Breisgau, zeigte sich mit der Übung zufrieden: „Gerade die jüngeren Einsatzkräfte konnten einige wichtige Tricks und Kniffe lernen.“ Er wies darauf hin, dass bei einem Eisunfall stets Einsatztaucher alarmiert werden sollten. „Nur so ist gewährleistet, dass, falls die eingebrochene Person unter die Eisfläche gerät, nicht wertvolle Zeit verloren geht.“
Die Lebensretter raten, mit dem Schlittschuhlaufen oder dem Eisspaziergang zu warten. Wintersportler sollten sich bei den zuständigen Behörden über den Zustand des Eises erkundigen. „Bei stehenden Gewässern sollte das Eis mindestens 15 cm, bei Bächen und Flüssen sogar 20 cm dick sein“, lautet die Empfehlung des DLRG-Bundesverbands. Grundsätzlich sollten sich Wintersportler nur an bewachten Gewässern und nie alleine auf das Eis wagen sowie auf Warnungen in lokalen und regionalen Medien achten.

 
Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren informieren. Dunkle Stellen verraten: Es ist noch viel zu dünn. Wenn das Eis knistert und knackt, flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen und in Bauchlage in Richtung Ufer bewegen. Wer sich aufs Eis wagt, sollte sich zur eigenen Sicherheit vorher nach geeigneten Rettungsmitteln umsehen. Ein umgedrehter Schlitten, eine Leiter oder ein Seil sind bei einem Eiseinbruch geeignete Hilfsmittel. Denn: Im Notfall ist schnelle Hilfe geboten, der Verunglückte droht schnell zu unterkühlen. Nach der Rettung sollte der Patient in einem beheizten Raum langsam aufgewärmt werden und sich in ärztliche Behandlung begeben. (anl)
Info: http://k.dlrg.de/eisregeln.

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