Markgräfler Bürgerblatt

Die Zukunft hat schon begonnen

Buggingen hat die Weichen in die digitale Zukunft gestellt: (v.l.) Bürgermeister Johannes Ackermann, die Ansprechpartnerin in der Verwaltung, Beate Vollmer, Kundin Madeleine Kaltenbach sowie Felix und Marina Stiegeler von der dienstleistenden Stiegeler IT. Foto: Philipp

Breitband-Ausbau Buggingen

Buggingen. Drei Monate nach dem Start für das schnelle Internet in Buggingen und seinen Ortsteilen Seefelden und Betberg waren schon 100 Kunden angeschlossen.

Nachdem die Gemeinde die Infrastruktur für Glasfaserkabel gebaut hatte, übernahm das im südbadischen Raum aktive IT-Unternehmen Stiegeler mit Sitz in Schopfheim den Betrieb und bietet nun für die Kunden maßgeschneiderte Tarife, die in den Gewerbegebieten Mittelfeld, Breitenweg, Kali und in Seefelden und Betberg entlang der Backbone-Trasse bis zu 200 Mbit pro Sekunde /(Mbit/s) im Download und bis zu 40 Mbit/s im Upload ermöglichen. Alle anderen Gebiete auf Bugginger Gemarkung können von Versorgungsraten bis zu 50 Mbit /s im Download und 10 Mbit/s im Upload profitieren.

Zu einer ersten Bilanz im Rahmen eines Pressegesprächs mit Bürgermeister Johannes Ackermann und den Firmenchefs Felix und Marina Stiegeler war mit Madeleine Kaltenbach aus Seefelden auch eine Anwenderin gekommen, die vom neuen digitalen Komfort begeistert ist. „Zuvor hatten wir 2 Mbit/s im Download – wenn man zu einer günstigen Zeit im Netz war. Sonst war es noch weniger“, berichtete sie. Die neuen Transfergeschwindigkeiten nutzt sie nicht nur privat, sondern auch beruflich, da sie mit Home-Office arbeitet.

Im Januar 2014 hatte der Bugginger Gemeinderat den Bau eines eigenen Glasfasernetzes beschlossen. Nach einer langen Planungsphase begannen im Januar 2017 die Tiefbauarbeiten. Verlegt wurden 14,3 km Glasfasertrasse und 271 Glasfaser-Hausanschlüsse. Die Baukosten beliefen sich auf rund 2,5 Mio. Euro, davon kamen aus der Landesförderung „Breitbandoffensive 4.0“ eine knappe Mio. Euro an Zuschüssen. Derzeit könne er kein Szenario für einen Download von 200 Mbit/s nennen, meinte Felix Stiegeler. Doch die Entwicklung gerade beim Fernsehen verlaufe rasant und Großereignisse würden fast nur noch über das Internet ausgestrahlt. (dp)

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