Breisach Aktuell

Die politische Gemeinde und die katholische Kirchengemeinde zogen Bilanz

v. l.: Ortsvorsteher Herbert Senn, die Sprecherin vom Gemeindeteam Renate Jäger und Bürgermeister Benjamin Bohn beim Anschnitt der Neujahrsbrezel. Bild: BA

Vogtsburg-Burkheim

„Es war ein ereignisreiches und arbeitsreiches Jahr für Burkheim“, betonte Ortsvorsteher Herbert Senn beim Neujahrsempfang im Jörg-Wickram-Saal.
Zahlreiche Bürger und Gäste waren der Einladung gefolgt, unter anderem Ehrenbürger und Bürgermeister a.D. Gabriel Schweizer sowie Lothar Neumann von der Bürgerinitiative für eine verträgliche Retention.
Für die Gemeinde war im Jahr 2016, wie schon die Jahre zuvor auf Grund der fehlenden finanziellen Mittel,  Sparen angesagt. Trotzdem konnten einige Maßnahmen umgesetzt werden, die zu einer Verbesserung der Infrastruktur in Burkheim führten, erwähnte Senn. Mit einem feinkörnigen Belag wurde der Fußgängerweg entlang der L 104 vom Hotel Kreuz-Post bis zum Bahnhof umgestaltet. Eine Gefahrensituation wurde an der Kreuzung Schlossrain-Rheinhalde durch das Anbringen eines Verkehrsspiegels entschärft. Um einer Hochwassergefährdung vorzubeugen, hatte die Stadt die Uferböschung am Blauwassergraben ausmähen lassen. Nach wie vor beschäftigte das integrierte Rheinprogramm, Retention Polder Breisach-Burkheim die Vogtsburger, ganz aktuell ist derzeit die Planoffenlegung, im Rathaus in Oberrotweil können Bürger Einsicht nehmen und Einsprüche einbringen. Auch außerhalb des Rückhalteraumes besteht die Gefahr, dass das Grundwasser merklich ansteigen wird, sagte der Ortsvorsteher. Mit elf Tiefbrunnen soll versucht werden, den Grundwasseranstieg rund um die Wohngebiete zu stabilisieren. Groß sei jedoch die Gefahr einer Schnakenplage, was sich auf den Tourismus negativ auswirken könnte, erwähnte der Ortsvorsteher. Sorgenfalten bereitet der politischen Gemeinde die Gastronomie, um die es schlecht bestellt ist im „Städtle“. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf, sonst werde Burkheim für Tagesgäste und Touristen unattraktiver, so Senn, der zum Abschluss besonders Bürgermeister Benjamin Bohn, den Bürgern und Vereinen den Räten der Gemeinde, den Burkheimer Nachtwächter und seiner Sekretärin Gerlinde Schnee, für die erfolgreiche Zusammenarbeit dankte.       Statistik: Burkheim hatte zum Jahresende 997 Einwohner minus 4 Einwohner gegenüber dem Vorjahr, Eheschließungen 9, Sterbefälle 10, Geburten 10.
„Das Jahr 2016 hat nicht nur die Welt, sondern auch unsere Gemeinde vor große Herausforderungen gestellt“, betonte Bürgermeister Benjamin Bohn beim Neujahrsempfang in Burkheim. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Vogtsburg hatten im abgelaufenen Jahr zahlreiche Projekte und Themenfelder bewegt. Als eine erfreuliche weinbauliche Maßnahme, bezeichnete der Bürgermeister das Flurneuordnungsverfahren im Burkheimer Nonnental. Mit diesem Flurneuordnungsverfahren konnte einmal mehr ein Beitrag für die Zukunftsfähigkeit des Weinbaus am Kaiserstuhl und von Vogtsburg, als größte weinbautreibende Gemeinde in Baden-Württemberg geleistet werden. Deshalb habe sich die Gemeinde mit 10 Prozent der Ausführungskosten an diesem Verfahren beteiligt, dessen Gesamtkosten sich auf 2,5 Millionen belaufen, sagte Bohn.  Ausgebaut im Zuge des Hochwasserschutzes, wurde ein Teilstück des Krottenbachs zwischen Oberrotweil und Oberbergen.  Desweilen wurden Baumöglichkeiten für die Bürger in Achkarren, Niederrotweil und in Bischoffingen von der Stadt geschaffen. Darüber hinaus hat die Stadt im Jahre 2016 durch die Umstellung der Innenbeleuchtungen in der neuen Schule in Bischoffingen und auch in der Turn- und Festhalle in Oberrotweil auf moderne LED-Technik, einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energieeinsparung geleistet. Ferner informierte Bohn über das neu geplante Seniorenzentrum Haus Pantaleon und die Vogtsburg Arkaden in Oberrotweil. Der Bürgermeister machte deutlich, dass der finanzielle Spielraum der Stadt für den Haushalt 2017 sehr eng begrenzt sei und eine Anhebung der Abgabesätze unumgänglich war, eine Erhöhung der Grundsteuersätze und eine Anpassung im Wasser- und Abwasserbereich, wurde vorgenommen, um das laufende Defizit etwas zu reduzieren. Nur so sei es möglich, dass Vogtsburg weiterhin in bestimmten Bereichen Zuschüsse erhält, machte der Bürgermeister deutlich,  der Ortsvorsteher Herbert Senn, den Ort- und Gemeinderäten sowie den Bürgern für die gute Zusammenarbeit dankte. Ein besonderes Dankeschön gab es vom Bürgermeister für die vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen, Gruppen, Rettungsdienste sowie für alle, die im Stillen zum Wohle der Allgemeinheit wirkten.

Die Sprecherin des Gemeindeteams Renate Jäger,  informierte über die zahlreichen Aufgaben, die das Gemeindeteam bewältigt hat. So habe man zu Beginn des Kirchenjahres einen unterhaltsamen Seniorennachmittag veranstaltet, dessen Kosten erfreulicherweise die Burkheimer Schneckenzunft übernommen hatte. Finanziell von größter Wichtigkeit seien das Sommerfest im Pfarrgarten und das vorweihnachtliche Kirchenkonzert der kulturellen Vereine, die zum Erhalt der Kirche beitragen. Renate Jäger dankte auch dem Caritas- Ausschuss, der eine Sammelaktion von haltbaren Lebensmitteln durchgeführt hatte. Diese seien auf Weihnachten an hilfsbedürftige Gemeindemitglieder verteilt worden, berichtete Jäger.

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