Markgräfler Bürgerblatt

Dialog zwischen Landwirtschaft und Naturschutz

Als Anregung aus dem Sommerempfang von Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer haben sich dieser Tage mehr als 80 Behörden- und InteressenvertreterInnen aus Landwirtschaft und Naturschutz in drei Clustern zu einem ersten Dialogforum im Regierungspräsidium getroffen. Damit ist ein Wunsch des erweiterten Vorstands des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands (BLHV) umgesetzt worden, einen regelmäßigen Informationsaustausch zu aktuellen Vorhaben und Projekten zu schaffen.

Großes Treffen im Regierungspräsidium Freiburg

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Um den Kreis der Beteiligten aus dem ganzen Regierungsbezirk nicht zu groß werden zu lassen, wurden jeweils drei bis vier Landkreise zu sogenannten Clustern zusammengefasst. Die Abteilungsleitungen Umwelt, Elke Höpfner-Toussaint, und Landwirtschaft, Dieter Blaeß, hatten gemeinsam in ihrer Einladung die Zielrichtung des Dialogforums so umrissen: „Dieses neue Dialogforum soll künftig Gelegenheit bieten, Informationen zu aktuellen Vorhaben auszutauschen und gemeinsam, wertschätzend und vertrauensbildend die verschiedenen und häufig gegensätzlichen Positionen zu erörtern. Das Dialogforum kann insoweit auch Plattform fürs Andenken kreativer Lösungen sein. Auf alle Fälle sollen so kurze Kommunikationswege geschaffen werden. Naturschutz und Landwirtschaft sind nicht notwendigerweise gegensätzlich orientiert, sondern haben eigentlich die Erhaltung der Landschaft zum gemeinsamen Ziel.“

Mit am Tisch saßen jeweils die VertreterInnen der unteren Naturschutz- und Landwirtschaftsbehörden der Landratsämter sowie Landschaftserhaltungsverbände sowie die vom BLHV und Landesbauernverband (LBV) benannten Verbandsmitglieder der Kreisverbände sowie des Bezirks, außerdem die zuständigen FachvertreterInnen aus Naturschutz und Landwirtschaft im Regierungspräsidium Freiburg.

Inhaltlich ging es vor allem um das Thema „Bruttoflächen“: Dabei geht es darum, dass mit Sträuchern, Adlerfarn- und Heidelbeer-Beständen bewachsene Flächenanteile (im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb gilt dies für viele Allmendweiden und Wacholderheiden) nicht mehr als landwirtschaftliche Nutzung anerkannt und damit nicht mehr über die Betriebsprämie (EU-Zahlungen) gefördert werden.

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