Markgräfler Bürgerblatt

Das Krankenhaus der Zukunft

Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration in Baden-Württemberg, überbrachte anlässlich des Neujahrsempfangs des Freiburger Regionalverbunds kirchlicher Krankenhäuser (RkK) die offizielle Förderzusage über 3,4 Mio. Euro für die Umbaumaßnahmen im Freiburger Loretto-Krankenhaus. Inseiner Ansprache legte der Minister dar, wie das Land Baden-Württemberg eine flächendeckende, bedarfsgerechte und hochwertige medizinische Versorgung fördere, zu der die Entwicklung effizienter, sicherer und patientenorientierter Versorgungsstrukturen gehöre.

In seiner Begrüßung stellte RKK-Geschäftsführer Bernd Fey fest, dass die Krankenhaus-Mitarbeiter an Belastungsgrenzen gehen: „Trotzt eines ausgefeilten medizinischen Konzeptes ist es unter den gegeben gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen für ein gemeinnütziges Haus immer schwieriger, Eigenmittel für Investitionen zu erwirtschaften.“ Mit der erteilten Förderzusage können jetzt im Loretto-Krankenhaus Umbaumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 4,8 Mio. Euro anlaufen und damit die Patientenversorgung weiter verbessert werden.

Markus Reithwiesner, Holding-Geschäftsführer der Haufe Group mit Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration Baden-Württemberg, und Regionalverbunds kirchlicher Krankenhäuser Klinikum-Geschäftsführer Bernd Fey.

Minister Lucha erläuterte seine Vorstellungen von einem sektorenübergreifenden Gesundheitssystem, das den Patienten in den Mittelpunkt stellt und die digitalen Möglichkeiten und Chancen gezielt nutzt: „Wir brauchen Top-Krankenhäuser, die das Know-How bündeln und in denen Patienten die erfahrensten Ärzte und die bestmögliche OP bekommen.“ In Bezug auf die von der Landesregierung eingeforderte Zusammenführung von Krankenhäusern und das zum Verkauf stehende, defizitäre Bruder-Klaus-Krankenhaus bestätigte der Minister: „Sie haben die Situation erkannt und Sie haben gehandelt, führen Gespräche und tun alles, was möglich ist.“

Markus Reithwiesner, Holding-Geschäftsführer der Haufe Group in Freiburg, zeigte Wege auf, systematisch über den Tellerrand hinaus zu schauen und gab im Kontext -Strategie, Mensch und Struktur einen Impuls für den digitalen Übergang zum „Krankenhaus der Zukunft“. Er stellte dar, dass die Digitalisierung mit einer massiven Veränderung der Arbeitswelt einhergeht. Auch für Krankenhäuser sieht Reithwiesner die Notwendigkeit, die Strategie konsequent am Patienten auszurichten, flexible Organisationen zu entwickeln und einen neuen Blick auf den Patienten einzunehmen: „Die Vernetzung über Sektorengrenzen hinweg bietet alle Chancen, Effizienz und Versorgungsqualität in der Gesundheitswirtschaft weiterzuentwickeln“. (rs.)

Weitere Informationen unter:  http://rkk-klinikum.de/

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