Markgräfler Bürgerblatt

„Das kommt einem total real vor…“

Gott sei Dank nicht real, nur eine Übung für den hoffentlich nie eintretenden Ernstfall: die THW-Jugend aus Müllheim und Breisach übte kurz vor Weihnachten an einem Unfallszenario. Foto: Geiger

THW-Jugend Breisach/Müllheim übte den Ernstfall

Müllheim/Breisach. Spannende Stunden durften 18 Kinder und Jugendliche der THW-Jugend mit ihren sieben Betreuern erleben, denn am Wochenende vor Weihnachten fand eine 24-Stunden-Übung statt, bei der es galt, mehrere Übungsszenarien zu durchlaufen und dabei Praxiserfahrung zu sammeln. Beteiligt waren die Ortsgruppen Müllheim mit acht und Breisach mit zehn Kindern.

Eine der Übungssituationen war eine Massenkarambolage mit drei Autos, von denen eines auf dem Kopf lag, und bei der Verletzte zu bergen waren. Diese wurden von Mitgliedern des Schulsanitätsdienstes der Mathias-von-Neuenburg-Schule gemimt, die zuvor von ihrem Team der realistischen Unfalldarstellung geschminkt worden waren. Eine Herausforderung für die Nachwuchs-THWler war es, die verletzten Personen aus den Fahrzeugen zu befreien – was bei dem auf dem Kopf liegenden Fahrzeug nur durch den Kofferraum möglich war – die Erstversorgung zu übernehmen und sie danach zu betreuen.

Dabei kam es den Jugendleitern nicht so sehr darauf an, dass schnell geholfen wurde, sondern dass die Jugendlichen sich organisierten, Maßnahmen überlegten und den Inhalt ihrer Notfallrucksäcke ausprobierten. Ungefähr eine Stunde dauerte es, bis alle Verunfallten geborgen, die offenen Brüche, Platzwunden und Bewusstlosen versorgt waren. „Die schauspielern richtig gut!“, staunte einer der THW-Jugendlichen, „das kommt einem total real vor!“.

Der jüngste Übungsteilnehmer, Janick Roth, gehört erst seit kurzer Zeit zur THW-Jugend. Seine Freizeit für so eine Übung zu opfern fand der Zehnjährige völlig in Ordnung, meinte aber, bei der nächtlichen Übung habe er sehr mit der Müdigkeit kämpfen müssen. Und wie empfand er die äußerst reell dargestellten Wunden? „Zu Beginn fand ich das total eklig, aber inzwischen geht es.“ (jg).

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