Breisach Aktuell

Das Französische und Schweizer Jura entdecken:

Felsen, Klöster und Salinen 

 

Eine Landschaft, wie aus dem Bilderbuch: mal lieblich, mal schroff. In den wild zerklüfteteren Schluchten, vor den schäumenden Wasserfällen und dunklen Quell-Höhlen mag man sich bisweilen in die kanadische Wildnis versetzt fühlen. Dabei hat das französische Jura einmal zu Spanien gehört.

Erst im 17. Jahrhundert wurde die alte Freigrafschaft Burgund Französisch. Doch die Gegend blieb die Heimat der Rebellen – von den Widerständlern gegen den Pariser Absolutismus, vom Frühsozialsten Proudhon über die Widerstandsnester der Resistance bis zur „freien Republik Saugeais“, deren Präsidentin sogar ein „Weißes Haus“ bewohnt. Schon immer wurde zwischen den schroffen Kreidefelsen „quer“ gedacht: Auf dem windungsreichen Doubs – 453 km lang, doch zwischen Quelle und Mündung liegt nur ein Abstand von 90 Kilometern – ließ 1776 der erfindungsreiche Landadelige de Jouffroy das erste Dampfschiff der Welt tuckern. Ein weiterer Utopist, der Architektur-Pionier Claude-Nicolas Ledoux, stampfte zur selben Zeit am Rand des Walds von Chaux die Saline Royale d´Arc et Senan aus dem Boden: Kurioser Mittelpunkt einer Plan-Stadt, die nie zur Ausführung kam. Heute zählen die faszinierenden Bauten in der Tradition antiker Tempel und der Villen des Palladio zum Unesco-Weltkulturerbe. Nicht weit entfernt liegt in einem wasser-sprudelnden Talkessen das uralte Kloster Baume les Monsieur, von wo aus Cluny gegründet wurde, einst die wichtigste Abtei des Abendlandes. Und vom winzigen Städtchen Ornan aus revolutionierte der Winzersohn Gustave Courbet die Malerei des neunzehnten Jahrhunderts. Schließlich floh der bekennende Sozialist von Paris in die Schweiz. Was liegt näher, als auf einer Reise den französischen und den Schweizer Teil des Jura zu verbinden? Der Kulturjournalist und Autor Stefan Tolksdorf, Kenner der Region, führt in einer Viertages-Tour (2.-5. Juli) durch den spektakulären Doubs- Canyon zum Wasserfall „Sautdu- Doubs“, zum Schloß Le Locle und zur berühmten Festung Chateau Joux, wo Heinrich von Kleist als vermeintlicher Spion einsaß. Besucht werden außerdem das romanische Kloster-Juwel Romainmotiers, die hervorragend erhaltenen römischen Mosaiken von Orbe und die Krönungskirche der Könige von Hochburgund im wadtländischen Payerne. Ausgangspunkt für die Sternfahrten ins Schweizer Seenland und in die France-Comté ist ein gemütliches Hotel in Pontarlier, der Heimat des Absinth. Idealer Standort für die Entdeckung einer der schönsten Kulturlandschaften Mitteleuropas. Hin- und Rückfahrtsort ist Freiburg. Anmeldung/Info: Arte Gusto Reisen 07661 9019240

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