Markgräfler Bürgerblatt

Darmkrebs: Prävention und moderne Therapie

Im Gespräch: Dr. Konrad van Aaken, kommisarischer Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, und Dr. Rudolf Häring, Leitender Arzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie (r.) im Loretto-Krankenhaus, Freiburg. Foto: RKK Klinikum

Gesundheitsforum – Informationen aus erster Hand:

Freiburg. Im Rahmen des RKK Klinikum-Gesundheitsforums informieren am Dienstag, 23. Mai, um 19 Uhr Dr. Konrad van Aaken und Dr. Rudolf Häring im Freiburger Loretto-Krankenhaus, Mercystraße 6-14 – Saal St. Josef, über „Darmkrebs – Prävention und moderne Therapie“. Im Vordergrund stehen Ursachen, erfolgreiche Früherkennung und moderne Therapieverfahren für eine der zwei häufigsten Krebsarten in den Industriestaaten. Wird Darmkrebs im Anfangsstadium behandelt, kann er häufig geheilt werden.

Bei der Entstehung von Darmkrebs spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, die meisten Fälle treten auf, ohne dass eine Ursache bekannt ist. Falsche Ernährung, eine ungesunde Lebensweise und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen können die Entwicklung von Darmkrebs begünstigen.

Jährlich erkranken rund 75.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs. Darmtumore wachsen langsam und machen sich gewöhnlich erst spät bemerkbar. Beschwerden treten nicht selten erst dann auf, wenn der Krebs sich bereits ausgebreitet hat. Die Heilungschancen hängen deshalb maßgeblich vom Zeitpunkt der Erkennung und Behandlung ab.

„Die Darmkrebstherapie gestaltet sich für jeden Patienten individuell und hängt von der Größe und Lokalisation des Tumors sowie von der Ausbreitung in andere Organe ab“, betont Dr. Rudolf Häring. Vor dem Hintergrund, dass in den letzten zehn Jahren durch die Früherkennungs-Koloskopie bundesweit über 100.000 Darmkrebsfälle verhütet werden konnten, ergänzt Dr. Konrad van Aaken: „Die Vorsorge-Koloskopie kann Darmkrebs verhindern oder in einem sehr frühen Stadium, lange bevor Symptome sichtbar sind, erkennen. Das verbessert die Heilungschancen erheblich.“ Dank der umfangreichen interdisziplinären Kompetenzen im RKK Klinikum kann Patienten bei Erkrankungen wie der Divertikelkrankheit (Ausstülpungen der Darmschleimhaut durch Lücken in der Darmwandmuskulatur), Polypen oder Tumorerkrankungen zusammen mit seinen niedergelassenen Partnern schnell und zuverlässig geholfen werden.

Mit der Erfahrung von über 6.000 Endoskopien im Jahr können dabei nicht nur Erkrankungen diagnostiziert, sondern in den meisten Fällen auch durch schmerzlose Eingriffe unmittelbar behandelt werden. So werden zum Beispiel Polypen im Verdauungstrakt, die eine Vorstufe zu bösartigen Geschwülsten sein können, häufig während einer Darmspiegelung entfernt. (rs)

Anmeldung: Susanne.Schemmer@rkk-klinikum.de oder 0761 70 84 20 01. Eintritt frei

 

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