Markgräfler Bürgerblatt

Centre Culturel Français Freiburg

Deutsche und französische Soldaten am Hartmannsweilerkopf (Elsass) am 10. November 1917 (GLA Karlsruhe 456 F 65_9 Foto 3)

Menschen im Krieg am Oberrhein

Freiburg. Zum Gedenken an die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ präsentieren das Landesarchiv Baden-Württemberg und die Archives Départementales du Haut-Rhin vom 25. Juni bis20. September die erste grenzüberschreitende und zweisprachige Gemeinschaftsausstellung über den Ersten Weltkrieg am Oberrhein.
Sie stellt der Öffentlichkeit in beiden Ländern bisher größtenteils unbekannte Bild- und Textquellen, darunter etwa 200 bislang unveröffentlichte Fotos, vor. Im Mittelpunkt der von französischen und deutschen Archivaren zusammen erarbeiteten Präsentation steht nicht eine auf nationalen Sichtweisen basierende traditionelle Militärgeschichte. Vielmehr greift die Gemeinschaftsschau aktuelle kulturgeschichtlich-biografische und anthropologische Forschungsansätze auf und rückt die Kriegserfahrungen sowie das Leiden der Menschen links und rechts des Rheins in den Mittelpunkt.
Soldaten und Zivilisten, Gefangene, Verletzte und Sterbende, Frauen und Kinder – sie alle waren dem Krieg als Täter und/oder Opfer aus-geliefert. 32 Biografien machen exemplarisch deutlich, wie der Waffengang alle Lebensbereiche in Baden und im Elsass erfasste und lange Zeit vergiftete.

Info: Dr. Kurt Hochstuhl, Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg, Colombistraße 4, 79098 Freiburg, 0761/3806011; stafreiburg@la-bw.de; Der Katalog ist sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache erhältlich.

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