Markgräfler Bürgerblatt

Causa Burger: Aus dem Urlaub in den Ruhestand

Kann jetzt den Ruhestand genießen: Johannes Burger, ehemaliger Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Freiburg. Foto: paw

Freiburg. Seit August 2015 stritten sie sich: das Präsidium der Handwerkskammer Freiburg unter Führung des Präsidenten Johannes Ullrich und der ex-Hauptgeschäftsführer der Kammer, Johannes Burger. Jetzt endlich, nach beinahe anderthalb Jahren Auseinandersetzung, kam eine Einigung zustande über deren Inhalt beide Seiten eisern Stillschweigen bewahren.

 
Anfang November war Burger – er hatte vor Gericht in praktisch allen Punkten recht bekommen – in der Gewerbeakademie erschienen. Dort sollte er als gleichberechtigter Geschäftsführer den Bereich (Aus-)Bildung leiten. Doch er gelangte gar nicht erst an seinen Schreibtisch, das Triumvirat Ullrich, Christoph Burger und Joachim Scholz, beide stellvertreter Ullrichs, schickte ihn umgehend in den „Resturlaub“. Aus dem er nun gar nicht mehr zurückkehren muss: Burger und die Kammer schlossen am 11. Januar eine sofort in Kraft tretende Vorruhestandsregelung, die auch von er eilends einberufenen außerordentlichen Vollversammlung  abgesegnet wurde.
Was diese Vorruhestandsregelung-Regelung nun genau besagt, darüber schweigt man sich aus. „Die Handwerkskammer Freiburg und Johannes Burger haben sich nach guten und einigenden Gesprächen mit Zustimmung der Vollversammlung der Handwerkskammer Freiburg am 11. Januar 2017 auf eine Vorruhestandslösung verständigt“, lautete die dürre Auskunft der Kammer – mehr war keiner Seite zu entlocken.

 
Denkbar ist, dass der 63jährige Burger sein Gehalt bis zum Eintritt des Rentenalters weiterbezieht, gleichzeitig aber freigestellt ist. Damit würde er wie jeder Angestellte der von der Kammer stets geforderten Verschwiegenheitspflicht unterliegen und dürfte auch nicht für die Kammer sprechen. Die Kammer wiederum sparte sich eine sicher nicht geringe Abfindung und streckt die anfallenden Kosten auf über zwei Jahre. Doch all dies ist spekulativ, Beweise oder belastbare Aussagen hierzu fehlen. Sicher ist nur: Burger ist nun der dritte Hauptgeschäftsführer der HWK Freiburg, der nach Querelen mit dem Präsidium im Streit ausscheidet.
(spk)

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