Markgräfler Bürgerblatt

Bürgermeisterwahl in Eschbach

Foto: privat

Harald Kraus verzichtet auf Kandidatur

Eschbach. Im Juli 1983 wurde erstmals zum Bürgermeister der Gemeinde Eschbach gewählt, nun ist er dienstältester Bürgermeister zwischen Freiburg und Lörrach. Und irgendwie kann man sich die kommunalpolitische Szene Südbadens ohne ihn nicht vorstellen. Doch Harald Kraus hat seinen Entschluss gefasst: 2015 wird er nicht mehr  zur Wahl antreten. Stefan Pawellek fragte den  „Marathon-Bürgermeister“ nach seinen Gründen.

Sie wirken topfit, 60 Jahre sind heute kein Alter: was ist der wahre Grund, dass Sie nun nicht mehr antreten?

Harald Kraus: Ich bin, Gott sei’s gedankt, topfit und tatsächlich 60 Jahre alt. Den vor mir liegenden Lebensabschnitt möchte ich genießen und mehr Zeit für meine Familie sowie für das eine oder andere Projekt haben.

Wie hat sich die Arbeit eines Bürgermeisters in der langen Zeit, die Sie aktiv waren, verändert? Sind Sie heute eher ein „Ortsmanager“?

Kraus: Verändert hat sich in über drei Jahrzehnten sehr vieles, auch für einen Bürgermeister. Früher Honoratior – heute immer mehr Impulsgeber und Manager.

Was waren die wichtigsten Dinge, die unter Ihrer Ägide in Eschbach auf den Weg gebracht worden sind? Was steht für die Zukunft an?

Kraus: Der Hochwasserschutz, die Sanierung des Weinstetter Hofes und des Eschbacher Castells sowie der Bau der Seniorenwohnanlage und – natürlich – die erfolgreiche Konversation des ehemaligen Fliegerhorstes in den Gewerbepark Breisgau.
Für die Zukunft steht, meines Erachtens, auf der Agenda, die bereits begonnene Sanierung der Ortsmitte, der Umzug der Gemeindeverwaltung in das Eschbacher Castell, aber auch die Sicherung der Grundversorgung sowie Maßnahmen zu einer umfassenden Verkehrsberuhigung.

Bürgermeister ist ein Full-time-job: was machen Sie künftig mit Ihrer Zeit? Ein weiteres Buch schreiben? Eine neue, eventuell sogar politische Aufgabe suchen?

Kraus: Das nächste Buch ist tatsächlich in Vorbereitung! Eine politische Aufgabe zu übernehmen, kann ich mir allerdings nicht vorstellen, zumal es viele andere interessante und schöne Dinge im Leben gibt

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