Markgräfler Bürgerblatt

Bürgerhaus Müllheim – zum Geburtstag die Rundum-Sanierung

Fotos: paw

Müllheim. 2016, zum 40. Geburtstag, wird das Bürgerhaus einer umfangreichen Sanierung unterzogen, die – nach derzeitiger Berechnung – insgesamt 2,7 Mio. Euro kosten wird. Damit einher geht auch der Abschied von Restaurant-Pächter Marcus Ciesiolka, der zum 1. Januar 2016 seine 13 jährige Tätigkeit im Bürgerhaus beenden wird.
Man habe, so betonten die Geschäftsführer der Bürgerhaus Betriebs-GmbH Müllheim, Holger Lauer und Günter Danksin unisono, sehr gerne und sehr gut mit Ciesiolka zusammengearbeitet, so dass sie dessen Entschluss lebhaft bedauerten. Doch Ciesiolka ist nicht umzustimmen: ein Dreivierteljahr, vom 1. Januar 2016 bis zum 1. November, müsse das Restaurant 2016 geschlossen werden. Er müsste für diese Zeit seine Mitarbeiter, 15 Vollzeitkräfte, auf Kurzarbeit Null setzen, was nicht schön sei und sicher zu Kündigungen führen werde. Er werde sich auch nach der Sanierung nicht – trotz allen Drängens seitens der Stadt – um einen neuen Pachtvertrag für das Bürgerhaus bewerben, sondern sich auf seinen zweiten Betrieb, das Kurhaus Bad Bellingen, konzentrieren.
Ein neuer Pächter habe sich bisher nicht gemeldet, räumte Danksin ein. Die Gesellschafterversammlung der BBG werde im Frühsommer beraten, wie man die Verpachtung ausschreiben werde. Es sei schwer, so Lauer, für einen so erfahrenen Mann wie Ciesiolka einen Nachfolger zu finden.
Nach 40 Jahre Betrieb hätten sich Parameter verändert, habe es Verschleiß gegeben, gebe es neue Notwendigkeiten. So werde es zwar in der Optik des Bürgerhause praktisch keine Veränderungen geben, der Brandschutz aber auf den neusten Stand gebracht, weitere Rettungswege geschaffen, die Elektrik überarbeitet, Heizung, Lüftung, Sanitär erneuert. Dies werde bereits 2015 begonnen, was aber für den Betrieb des kleinen und großen Saales und des Restaurants nur „überschaubare Beeinträchtigungen“ bedeuten werde – so zum Beispiel im Restaurant, das zwischen dem 8 und 15. Juni 2015 geschlossen würde.
Man habe sich, so Lauer, auch bemüht, die „festen Mieter“ der Säle rechtzeitig zu informieren, so dass sie ihre Veranstaltungen 2015 auf jene Zeit schieben konnten, an denen das Bürgerhaus zur Verfügung steht, oder für 2016 eine Ausweichmöglichkeit suchen konnten. „Natürlich“, so Danksin, „besteht die Gefahr, alte Kunden zu verlieren.“ Geschätzt wird der Einnahmeverlust aus 35 ausgefallenen Veranstaltungen im großen und 53 ausgefallenen Veranstaltungen während der Sanierung im kleinen Saal auf rund 30 bis 35.000 Euro.
2016 wird der Umbau in den Sälen erst nach Fasnet starten; da aber bis dahin das Restaurant bereits in Arbeit ist, müssen die noch stattfindenden Veranstaltungen wie Neujahrsempfang der Stadt oder Fasnet mit Catering-Firmen bestritten werden – „eine ganz neue Erfahrung“, wie Holger Lauer zugibt. Für Weihnachtsfeiern werde aber das sanierte Bürgerhaus ab November 2016 wieder zur Verfügung stehen – so die Planung: „Ein Umbau ist schwierig zu kalkulieren. Ich hoffe sehr, wir können Zeitplan und Kostenplan einhalten“, fügte Günter Danksin hinzu.

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