Markgräfler Bürgerblatt

Bürgerentscheid Bad Krozingen: Ein Hotel im Kurpark?

PRO:

„4-SternePlus-Hotel wäre ein Glücksfall für Bad Krozingen“

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Kurdirektor, Bürgermeister und der Gemeinderat verfolgen engagiert das Ziel, ein 4-SternePlus-Hotel anzusiedeln. Ein wichtiger Standort ist der Bereich neben dem Kurhaus bei den Tennisplätzen am Rande des Kurparks. Es soll ermöglicht werden, dass auf einem Grundstück von 14.000 m² oder 18.000 m² ein Hotel mit nur 4 Etagen entstehen kann. Ein sehr ernsthafter Interessent würde gerne ein Kur- und Gesundheitshotel errichten mit rund 120 bis 140 Zimmern und 180 bis 200 Betten. Dies bedeutet Zukunftssicherung für das Heilbad Bad Krozingen.
Natürlich müssen Vor- und Nachteile abgewogen werden: 8 bis 12 wertvolle Bäume und etwa 30 einfache Bäume müssten gefällt werden. Der reparaturbedürftige Minigolfplatz und die kleine Schafweide würden verlorengehen. Dem Investor wird vorgeschrieben, eine Tiefgarage zu bauen und sich mit vier Etagen zu begnügen.
In den letzten Jahren ist der Kurpark deutlich erweitert worden. Über 250 wertvolle Bäume wie ungarische Eiche, Silberlinde und andere mehr sind gepflanzt worden. Die Kosten für den Kurpark betragen jährlich etwa 400.000 Euro und werden ausschließlich von der Kur und Bäder GmbH finanziert.
Welche Vorteile kann ich erkennen: Grundsteuer- und Gewerbesteuereinnahmen, 80 bis 100 neue Arbeitsplätze, Vorteile für Lieferanten, Handwerker und Dienstleister, Stärkung der Kaufkraft in der Innenstadt, 40.000 bis 50.000 zusätzliche Übernachtungen, Einnahmen über Kurtaxe und Fremdenverkehrsbeiträge.

 
Rolf Rubsamen
Kurdirektor Bad Krozingen

 

 

CONTRA:

„Wer den Kurpark erhalten will, der stimmt mit Nein!“

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Denn der Erhalt des Spielplatzes ist keineswegs gesichert, auch wenn das versprochen wird. Weil der Verkehr im Kurpark stark zunehmen wird, muss man den Spielplatz einzäunen, schattenspendende Bäume fallen der Bebauung zum Opfer, hinzu kommen 18 Monate Baulärm. Die Kinder sehen dann direkt in die Auspuffrohre der Autos, die in die Tiefgarage ein- und ausfahren. Die jetzige Idylle und Ruhe ist verloren, stattdessen Lärm, Hektik und Abgase. Würden Sie Ihre Kinder dort guten Gewissens spielen lassen? Wenn Familien mit Kindern dort keine Heimat mehr haben, kann man die Fläche ja zu Parkplätzen umfunktionieren!
Jetzt sind die amtlichen Stimmzettel da und bei manchen ist die Verwirrung groß. Wir stellen klar: Wer das Hotel im Kurpark verhindern will, muss mit „Nein“ stimmen! Ganz klar, Nein zur Bebauung unseres Kurparks!
Viele Menschen können sich nicht vorstellen, wie groß dieser Bau im Kurpark geplant ist. Der Mammutbau soll 150 m lang sein – das ist die 5-fache Länge des Neubaus gegenüber der Beckerklinik – und 15 m hoch, mehr als 20.000 m² wertvollster Fläche gehen im Kurpark verloren. Deshalb kreuzen wir das Nein auf dem Stimmzettel an.
Im Umweltschutz-Gutachten des Stadtplaners wird hingewiesen: „Bei Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen steigt die Wahrscheinlichkeit einer Verunreinigung des Grundwassers“. Deshalb stimmen wir mit Nein! Wer den Kurpark in seiner ganzen Schönheit erhalten will, stimmt beim Bürgerentscheid mit Nein!

 
Gaby Winkelmann
Bürgerinitiative „Kein Hotel im Kurpark“

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