Breisach Aktuell

Breisacher Schulgeschichte

Bild. BA

Stadtmuseum bietet eine neue Sonderausstellung

Die Stadt Breisach ist Schulstandort und über Jahrtausende geschichtlich in Erscheinung getreten.
Die Geschichte hinterließ Spuren. Wie war das aber mit der Schulgeschichte? Archivar und Museumsleiter Uwe Fahrer ging auf entsprechende Spurensuche. Und er wurde fündig. Wie immer wenn Uwe Fahrer verborgene Spuren der Geschichte analysiert und zusammenträgt. Dann kommt auch was Positives heraus, oft dokumentiert mit einer Ausstellung im städtischen Museum. Die neueste und größte 102(!). Sonderausstellung verwandelt Teile eines Stockwerks in ein antiquiertes Klassenzimmer. Daneben sind die Vitrinen mit Utensilien vergangener Schulepochen gespickt. Der Spannbogen der facettenreichen Ausstellung reicht dabei weit, vom Mittelalter bis hin ins Jahr 1970. Der erste namentlich bekannte Breisacher Schulmeister aus dem Jahr 1300 war Walther von Breisach, der gleichzeitig auch ein Lied- und Sangesdichter war. Ein Schulmeister aus vergangenen Jahrhunderten, in denen die körperliche Züchtigung noch eine Rolle der Maßregelungen spielte. In der Folge verlief die Breisacher Schulgeschichte genauso facettenreich wie aufregend, die geschichtlich politischen Strukturen begleiteten auch die ständig wechselnden Schulhäuser in Breisach. Mal hier, mal dort durch die geschichtlichen Wirren die Schulräume breit gefächert in der Stadt verteilt. Im Lauf der Geschichte gab es viele Begebenheiten. Da spielte beispielsweise auch ein Unterlehrer in Oberrimsingen Schulzahnarzt. Erst als die Eltern aufbegehrten, weil er wohl ohne wichtigen Grund 13 Kindern die Milchzähne gezogen hatte , wurde dieser weiter weg versetzt. Es ist ein Genuss, durch diese Ausstellung zu gehen. Mit dieser Ausstellung wurde der Nerv getroffen und das Herz geht förmlich auf. Die Schule ist Spiegelbild unserer Gesellschaft. Das sagte Bürgermeister Oliver Rein bei der Eröffnung. Damals lernten Schüler die große Welt auf kleinem Globus kennen, mussten in der Ecke stehen, Nachsitzen und bekamen den Rohrstock oder die Rute zu spüren. Auf der Gass mussten die Schüler züchtig nach Hause gehen und Lehrern war im Laufe der Geschichte das Ohrenziehen auch schon untersagt worden. Die Ausstellung um die vielfältige Schullandschaft in den vergangen Jahrhunderten weckt ebenso Einblicke in verstaubte pädagogische Lern- und Erziehungsmethoden wie Erinnerungen um Zubehör wie Tafeln, Griffel, Schulranzen, Federhalter, Poesiealben, Fotos und vieles mehr. Die Breisacher Schulgeschichte ist vielfältig genug, um in ganzer Bandbreite eindeutig Hinweis auf diesen frühen zentralen Schulstandort zu geben. Bild: BA

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