Breisach Aktuell

Breisacher Kunstsommer – 16./17. Juni

Breisach. 35 internationale Künstler stellten zum ersten Mal in Breisach ihre Werke aus. Malerei, Fotografie, Installation, Skulptur und Kunsthandwerk waren auf dem Neutorplatz und in der Spitalkirche zu sehen und zu erwerben. In Vertretung des erkrankten Bürgermeister Oliver Rein eröffnete Bürgermeisterstellvertreter Lothar Menges das Kunstevent. Zwei Tage, Samstag und Sonntag, jeweils von 11 bis 19 Uhr stand die Europastadt ganz im Zeichen der Kunst.

Sommerfest der schönen Künste

Im Schatten des „Uhrenbaumes“ betonte Menges, dass dies der Auftakt zu einer weiteren Verschönerung der Stadt sei und einen Ausfluss im geplanten „Breisacher Kunstweg“ finden werde. Im Hinblick auf den „Uhrenbaum“ sinnierte er über die Zeit, was man mit ihr anfange und wo sie bliebe.

Marita Brettschneider, die diese Aktion ins Leben gerufen hatte, bedankte sich bei Künstlern und Stadt für die gute Zusammenarbeit und versprach, dass dieser „1. Kunstsommer“ sicher nicht der letzte sein werde: „So etwas muss sich herumsprechen, braucht Anlaufzeit“, sagte sie, „aber ich bin sicher, dass dies zu einem Highlight für die Stadt werden wird!“ Sie äußerte den Wunsch, spätere Kunstsommer auf dem neugestalteten Marktplatz oder gar auf dem Münsterplatz veranstalten zu können. Zum Ende ihrer einführenden Worte drückte sie die Hoffnung aus, dass es nicht nur „gute Gespräche, sondern auch gute Verkäufe“ geben werde, denn ein Künstler lebe auch vom Verkaufen…

Rainer Schoch, Künstler aus der Schweiz, bezeichnete seinen Uhrenbaum, ein weltweit einzigartiges Kunstprojekt, als „Denkanstoß“, der besonders gut zu Breisach passe: als Grenzstadt lebe man hier mit einer Grenze du der Baum solle Anstoß geben, Grenzen jeglicher Art – auch die im eigenen Kopf – zu überwinden. Wenn also ein Baum auf Reisen geht, bedeute dies Aufbruch, andere Blickwinkel, Änderungen sich. Die Idee hinter diesem Projekt sei die Förderung von Künstlern, der gelebte Europagedanke. Am Sonntagabend wurden die Uhren an Kinder verschenkt, versehen mit einer Batterie sind sie einsatzbereit.

Einige der anwesenden Künstler hatten sich für den „Breisacher Kunstweg“ beworben und waren durch einen Hinweis am jeweiligen Stand zu erkennen. Man befinde sich, so Marita Brettschneider, noch in der Jurierungsphase, aber ein Werk stand bereits fest: ein Bild der Stadt Breisach mit ihrem charakteristischen Münsterberg, gemalt im Stile van Goghs. Der Kunstweg sei, dies betonten Brettschneider und Menges unisono, eine wunderbare Gelegenheit für Hausbesitzer, ihr Heim aufzuwerten – zumal, so Brettschneider, es einen Katalog und eine geführte Tour geben werde, die die Werke des Kunstweges zugänglich machten. Der Kunstsommer sei also eine Chance, sich vor Ort den Künstler für die Hauswand direkt auszusuchen!

Auf dem Neutorplatz wurden einige Künstler aktiv: Magdalena Washington, Anja Semling, Wolfram Paul, Marita Brettschneider. In entspannter Atmosphäre bekamen die Besucher einen Einblick in verschiedene Maltechniken. Barbara Kelnhofer aus Staufen stellte ein faszinierendes Handwerk vor: Marbled Paper, eine sehr alte Technik, Papier zu gestalten,.

In der Spitalkirche präsentierten sich Malerei und Skulpturen; Malen für die jüngsten Besucher wurde von Andrea Schwery angeboten. Eine neue Kunstrichtung – Kunst am Menschen – war durch eine Cosplay-Gruppe vertreten.

Info: www.kunstwerk-breisach.de

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