Breisach Aktuell

Brand in „sehr intensivem Gebäude“

Breisachs Gesamtfeuerwehr probte rund um die HELIOS-Rosmann-Klinik den Ernstfall

Kurz nach 14 Uhr löste der Alarm aus. Aus den Fenstern eines Seitenflügels der HELIOS-Rosmann-Klinik quoll dicker Rauch. Aus einer Tür liefen aufgeregt zwei Krankenschwestern. Vom Dach des Gebäudes und hinter einigen Fenstern winkten Menschen. Offenbar waren diese vom Feuer überrascht und von Flammen und Rauch eingeschlossen worden.

 

Glücklicherweise handelte es sich bei dem Szenario nicht um einen Ernstfall, sondern die diesjährige Herbstübung der Breisacher Gesamtfeuerwehr. Rund fünfzig Zuschauer, darunter Raimund Amann vom Polizeirevier Breisach sowie der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Breisach, das zusammen mit den Kameraden aus Bischoffingen ebenfalls an der Übung beteiligt war, Josef Köninger, und etliche Stadt- und Ortschaftsräte überzeugten sich von der Leistungsfähigkeit der Breisacher Feuerwehr. Kommentiert wurde die Übung von Gesamtkommandant Jochen Böhme, so dass die Zuschauer stets über das Vorgehen der Feuerwehrleute informiert waren. Wenige Minuten nach dem die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte, sauste der Einsatzleitwagen heran. Zunächst galt es festzustellen, wo sich der Brandherd befindet und diesen Mittels Laufkarte zu lokalisieren. Nach und nach rückten weitere Fahrzeuge, darunter auch das Drehleiterfahrzeug an. Die Atemschutzgeräteträger drangen derweil mit Tragen und Schläuchen bewaffnet in das stark verrauchte Gebäude vor. Draußen bemühten sich ihre Kameraden mittels Druckentlüftung den immer dichter werdenden Rauch aus dem Gebäude zu blasen. „Menschenrettung geht vor Brandbekämpfung“, erläuterte derweil Böhme die wichtigste Formel eins jeden Löscheinsatzes. Ebenfalls zu beachten sei eine sinnvolle Fahrzeugaufstellung, damit sich die unterschiedlichen Einsatzfahrzeuge – zehn Fahrzeuge waren an der Übung beteiligt – nicht gegenseitig im Weg stehen. In sicherem Abstand ging die Einsatzleitung in Stellung. Auf Tafeln wurde jede Aktion geplant und festgehalten. Ebenso geschwind hatte das DRK eine Verletztensammelstelle eingerichtet. Diese füllte sich rasch. Denn eine ganze Station mit „Patienten“ musste geräumt werden. Zudem hatten sich einige in der Klinik befindliche Personen nicht nur Rauchgasvergiftungen und Brandverletzungen zugezogen, sondern, offenbar durch das Zerbersten mehrerer Fensterscheiben auch Schnitt- und sogar eine Pfählungsverletzung. Ein rundes Dutzend Statisten ließ sich auf Betten, aus den Fenstern und vom Klinikdach retten. Eine gute Stunde nachdem der Alarm ausgelöst hatte, hieß es dann „Feuer aus!“. Zufrieden mit dem Verlauf der Übung, die erstmals an dem Breisacher Krankenhaus veranstaltet worden war, und an der insgesamt 78 Helferinnen und Helfer teilgenommen hatten, zeigte sich nicht nur Feuerwehrkommandant Jochen Böhme, sondern auch Bürgermeisterstellvertreter und Ehrenkommandant Jörg Leber in der anschließenden Bilanzbesprechung. Ebenfalls erleichtert war Dr. Bernhard Walter, Ärztlicher Direktor der HELIOS-Rosmann-Klinik. Diese sei nicht nur in Sachen Brandschutz auf dem neusten Stand, sondern alle Mitarbeiter seien auf einen Feueralarm ausgezeichnet vorbereitet.

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag! Unsere Sharing-Buttons stehen im Einklang mit dem deutschen Datenschutzrecht.

Das könnte Dich auch interessieren …