Markgräfler Bürgerblatt

Bekämpfung der Einbruchskriminalität

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Herbst und Winter: Einbruchszeit:

Freiburg. Mit Beginn der kalten Jahreszeit steigen nach den Erfahrungen der Polizei auch die Einbrüche in Wohnhäuser, Geschäfte und Firmen. Täter nutzen dabei die früh einbrechende Dunkelheit, um Objekte auszuwählen und im für sie günstigen Falle dort einzubrechen. Die typische Einbruchszeit liegt dabei in den frühen Abendstunden mit Beginn der Dämmerung bis zum Einbruch der Nacht.

Das Polizeipräsidium Freiburg stuft den „Wohnungseinbruch“ so wie auch die Polizei Baden-Württemberg schon seit geraumer Zeit als Schwerpunktthema ein und hat bereits zahlreiche Maßnahmen zur Bekämpfung dieses Phänomens getroffen. Diese Maßnahmen werden mit Beginn der dunklen Jahreszeit intensiviert. Als eine konkrete Maßnahme erhöht das Polizeipräsidium Freiburg lageorientiert seine Kontrolltätigkeit spürbar. Je nach Ort der Maßnahme kann es auch aufgrund von Kontrollmaßnahmen zu Rückstaus im Straßenverkehr kommen.

Die Polizei rät allen Bürgern: Achten Sie bewusst auf fremde Personen im Haus oder auf dem Grundstück und sprechen Sie diese Personen gegebenenfalls an. In aller Regel werden Objekte vorher ausgekundschaftet bzw. ausbaldowert. Schließen Sie Ihre Wohnungseingangstür immer zweimal ab. Auch Kellertüren sollten immer verriegelt sein. Schließen Sie Ihre Fenster nach Verlassen der Wohnung. Gekippte Fenster oder Balkontüren lassen sich besonders einfach öffnen. Tauschen Sie sich mit Ihrem Nachbarn wichtige Telefonnummern und Schlüssel aus. So können Sie bei Abwesenheit „vertreten“ und im Notfall schnell erreicht werden. Notieren Sie Kennzeichen und Beschreibungen verdächtiger Autos und Personen. Informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt. Versuchen Sie niemals, Einbrecher festzuhalten!

Wählen Sie hierzu am besten die Notrufnummer 110.

Bei dieser Gelegenheit wird auf das Beratungsangebot der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle hingewiesen. Eine Terminvereinbarung erfolgt über 07621 176-592 oder freiburg.pp.praevention@polizei.bwl.de

Welche Abenteuer und Gefahren unsere Mitarbeiter im Zuge ihrer Tätigkeit für diese Zeitung auf sich nehmen, das zeigt der nachfolgende Beitrag des Kollegen Uli Homann: 

Die Polizei und die Sicherheit

Derzeit, und das ist richtig so, kontrolliert die Polizei im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald an den Grenzübergängen zu Frankreich verstärkt, um jene oft organisierten Zeitgenossen abzufangen, die aus dem Nachbarland kommend in Südbaden zur dunklen Jahreszeit in Wohnungen und Häuser einbrechen: Bekannt ist ja, diese Art der Eigentumskriminalität boomt und sorgt bei den Bürgerinnen und Bürgern für das Gefühl, in Unsicherheit zu leben.

Viel Erfolg hatten die jüngsten Kontrollen nicht, was die Einbruchsproblematik angeht, das gibt die Polizei selber zu, aber mich haben sie erwischt im Einsatz für diese Zeitung. Ich fotografierte in Staufen ein Wohngebiet für den Badenova-Wärmeplus Bericht(siehe Seite xx). Ein Anwohner sah mich dabei und erstattete Anzeige per Telefon beim Polizeirevier Müllheim, das gerade mit dem Polizeipräsidium Freiburg eine Einbruchs-Verhinderungs-Aktion mit Grenzkontrollen unternahm. „Ein älterer Herr“, so die Angabe, „fotografiert mögliche Einbruchsziele“. Das ging sofort per Polizeifunk, wie mir später berichtet wurde, an alle Streifenwagen und die an der Grenze tätigen Kontrolleure, mit Beschreibung meiner grauen Familienkutsche und Teilen meines französischen Kennzeichens – ich wohne im Elsass.

Grau war auch der Mercedes,der am Weinstetter Hof vor mir fuhr, und der mich an einem Kreisverkehr in Richtung Hartheimer Brücke nach Fessenheim jäh stoppte – zwei uniformierte Polizisten entstiegen dem Wagen und von der Grenzstelle an der Brücke jagte noch ein gelb-blauer Einsatzkombi der Polizei heran. Ein Uniformierter war ziemlich forsch, als er mich nach Fahrzeugpapieren und Führerschein fragte, die ich ihm natürlich aushändigte. „Sprechen Sie deutsch und was haben sie hier gemacht“, hieß die Frage an mich, den vermeintlichen Franzosen mit unlauteren Absichten auf südbadischem Grund. Widerborstig ging mir durch den Kopf, „was geht die das an?“, aber ich antwortete offen und sagte, ich sei Journalist und habe für die Ausgaben dieser Zeitung Fotos gemacht; erst in Staufen, dann im Gewerbepark Breisgau.

Ich musste mich noch als Journalist ausweisen, dann ging es im Inneren des Polizei-Kombis wohl längere Zeit um die Datenüberprüfung. Ich sagte dass es mir leid täte, dass ich nicht der dicke Fisch gewesen war, von dem meine Kontrolleure hofften, dass er Ihnen ins Netz gegangen sei. Zum Dank überreichten Sie mir ein Kärtchen. „Helfen Sie mit. Melden Sie alle verdächtigen Wahrnehmungen“, stand darauf, und „Rote Karte für Einbrecher. Wir sind für Sie im Einsatz. Für ihre Sicherheit. Polizeipräsidium Freiburg“. Ehrlich: Irgendwie fühle ich mich jetzt sicherer, weil Sie mich geschnappt haben. Den Versuch war’s doch wert. Und im Elsass mögen wir auch keine Einbrecher.

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