Markgräfler Bürgerblatt

Baugrundstücke: Baulandpreise steigen weiter

Bauland ist teuer und rar. Und weil das so ist, muss es möglichst ökonomisch bebaut werden. Kleine Grundstücke, Reihenhäuser, Eigentumswohnungen stehen daher ganz oben auf den Bebauungsplänen der Gemeinden wie hier in Staufen. Foto: paw

Freiburg. Bereits zum sechsten Mal und einmalig in Deutschland, präsentierten die Sparkassen Freiburg-Nördlicher Breisgau, Hochschwarzwald und Staufen-Breisach ihre gemeinsame Broschüre „Auf gutem Grund“.
„Vom Schwarzwald bis zum Rhein und von der Ortenau bis ins Markgräflerland“, so Erich Greil, Vorstandsmitglied der Sparkasse Freiburg, erfasse die Broschüre die Grundstückswerte für privates Bauland aus den Geschäftsgebieten der beteiligten Sparkassen. Alle wichtigen Städte und Gemeinden seien erfasst. Für die in der Broschüre aufgeführten Standorte wurden die Preise in Bandbreiten angegeben um die unterschiedlichen Lagequalitäten eines Standortes abzubilden. Als Quelle dienten die Erhebungen der Gutachterausschüsse und eigene Aufzeichnungen. Die genannten Preise seien zudem Preise für „privates Bauen“. Baugrundstücke, die auch der Wohnbebauung dienen, aber wegen der baulichen Ausnutzung für eine Bauträgermaßnahme geeignet wären, lägen im Durchschnittspreis etwa um 40 Prozent höher.
Die ausgewertete Region wird von Freiburg dominiert: Hier wohnen die meisten Menschen, hier werden die höchsten Preise verzeichnet. Hat 2006 ein durchschnittlicher Bauplatz von 540 m² noch 245.000 Euro gekostet, so müsste man heute dafür rund 310.000 Euro bezahlen – wenn es diesen Bauplatz in Freiburg gäbe. Bauplätze werden kleiner, was den Vergleich erschwert. Wurden 2010 noch 84 Bauplätze verkauft, waren es 2015 in Freiburg nur noch 49, fast ausschließlich in den westlichen Gemarkungen. Damit sei die Anzahl der Verkäufe – mangels Masse – um 40 Prozent gesunken. Im Durchschnitt kostet ein Bauplatz in Freiburg etwa 570 Euro/m², in den westlichen Außengemarkungen dagegen im Mittel etwa 360 Euro/m². Die durchschnittliche Bauplatzgröße in Freiburg liegt zurzeit unter 500 m².
Die Region südlich von Freiburg mit den Mittelzentren Bad Krozingen, Staufen und Breisach stellt sich schon seit einigen Jahren als sehr beliebte und stark nachgefragte Lage dar. Durch die gute Anbindung über Bahn / S-Bahn-Linien und A5 nach Freiburg und Basel profitieren viele Pendler. Die werden mit bis zu 410 Euro/m² in Staufen und Bad Krozingen erzielt, die günstigsten Preise dagegen verzeichnet der Streifen von Hartheim über Bremgarten nach Eschbach. Hier würde es erschlossenes Bauland bereits ab 130 Euro/m² geben. Der häufigste Wert zwischen Münstertal und Breisach läge bei etwa 200 Euro/m².
Insgesamt spiegelt die Broschüre „Auf gutem Grund“ die Grundstückspreise einer sehr heterogene Region wieder.

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