Markgräfler Bürgerblatt

Bahnhöfle Bad Bellingen

Foto: Amann

Nach Jahren des Verfalls ist es ein Schmuckstück geworden
Über ein Vierteljahrhundert hinweg war das unbewohnte und bahntechnisch entkernte, 150 Jahre alte, denkmalgeschützte „Bahnhöfle“ Bad Bellingen dem Verfall preisgegeben. Weder die Bürgermeister noch die Gemeinderäte des Kurortes hatten das Ortsbild bestimmende Buntsandsteingebäude zu ihrer Herzensangelegenheit gekürt und die Kaufangebote weit unter 100.000 Euro akzeptiert.
Der ehemalige Bürgermeister Christoph Hoffmann konnte sich einen Abriss vorstellen, um Platz zu finden für PKW-Stellplätze und Fahrradständer. 2016 einigte sich „die Bahn“ mit einem Bauunternehmen aus Kandern-Holzen über die Kaufmodalitäten. Die Familie Munz nannte den Kauf und die zugesagte Sanierung eine „Herzensangelegenheit“. Und dann – oh Wunder – nach der Sanierung hatte die Bad Bellinger Gemeinde aus dem Kapital der Stiftung „Franz und Elisabeth Mary“ doch die Geldmittel für den Kauf des nunmehr sanierten, im Wert auf geschätzt 300.000 Euro gestiegenen Bahnhofgebäudes. 2018/19 mietete die Gemeinde die drei neu installierten Sozialwohnungen vom quasi hauseigenen Besitzer zur Unterbringung von Migranten. Ende gut – alles gut, sozusagen in letzter Sekunde: noch nie haben sich in Bad Bellingen das historische Bahnhofsgebäude, die Bahnsteige und der Bahnhof-Parkplatz derart gepflegt und freundlich vorgeführt, so, wie sie es heute tun. (Klaus Amann)

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Bahnhof Bad Bellingen. Foto: KA

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