Markgräfler Bürgerblatt

Bahnausbau Rheintal: Regionalplaner rügen mangelndes Tempo

Übten harsche Kritik am Eisenbahnbundesamt: RVSO-Verbandsdirektor Dieter Karlin (vorne) und Freiburgs Erster Bürgermeister, Otto Neideck. Foto: Salzer-Deckert

Freiburg. Dem Regionalverband Südlicher Oberrhein (RVSO) in Freiburg geht es beim Ausbau der Rheintalbahn nicht flott genug: RVSO-Verbandsdirektor Dieter Karlin und der Verbandsvorsitzende Otto Neideck (CDU) kritisieren, dass das Eisenbahnbundesamt (EBA) „nicht zeitnah“ genug arbeite und fordern, dem Bonner EBA die Hoheit über die Planfeststellungsbeschlüsse für den Bau von Bahnstrecken per Gesetz zu entziehen und den Regierungspräsidien (RP) als Planungsbehörde zuzuschlagen.
Das EBA sei für Baden-Württemberg derzeit ein „Investitionshindernis“, so Karlin: Anträge für Bahn-Mittel von 1,5 Mrd. Euro würden in Bonn zurzeit „hängen“, so der RVSO-Direktor. Ein Beweis für das fehlende Tempo der Bahnplaner sei die Tatsache, dass dem RP in Freiburg noch immer kein Auftrag für die Offenlage der Ausbaupläne der Rheintalstrecke zwischen Riegel/Kreis Emmendingen und der Gemeinde March/Breisgau-Hochschwarzwald vorliege, obwohl der entsprechende politische Beschluss im Projektbeirat zum Bahnausbau bereits vor Jahren ergangen sei.
Für die heiß diskutierte Umfahrung Freiburgs erwarte man hingegen eine baldige Klärung strittiger Fragen, so Karlin weiter.  (MBB)

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