Markgräfler Bürgerblatt

Badenweiler und das EU-Bäderprojekt

Michael Schmitz, Geschäftsführer der Badenweiler Thermen und Touristik GmbH, vor der römischen Badruine in Badenweiler. Foto: Badenweiler Thermen und Touristik GmbH

Römische Tradition verbindet

Badenweiler. „Auf den Spuren der Römer“ heißt ein neues von der EU gefördertes Projekt, mit dem die Zusammenarbeit europäischer Thermalbäder intensiviert und mit neuen Angeboten neue Kunden aus anderen Kontinenten angelockt werden sollen. Acht europäische Heilbäder nehmen teil, darunter Badenweiler, das als einziges deutsches Heilbad für dieses Projekt ausgewählt wurde und als Leuchtturm für Deutschland gilt.
Bei einem ersten Treffen vor kurzem in Badenweiler steckten die Teilnehmer unter Federführung des Europäischen Heilbäderverbands die weitere Marschroute für das Projekt ab, das auf 18 Monate angesetzt ist. Michael Schmitz, Geschäftsführer der Badenweiler Thermen & Touristik GmbH (BTT), zeigt sich sehr erfreut über die Ergebnisse: „Wir werden aufgrund der Zusammenarbeit mit Experten und Kollegen aus Europa neue Impulse für Badenweiler setzen, die wir alleine nicht auf den Weg bringen können.“
Wie der Name des Projekts schon sagt, ist die römische Bädertradition die gemeinsame Klammer der teilnehmenden Heilbäder. Das war auch eines der wichtigsten Auswahlkriterien und gab für Badenweiler den Ausschlag für die Aufnahme in das Projekt. Denn die römische Badetradition von 2000 Jahren am Fuße des Südschwarzwalds ist belegt durch die alte römische Badruine, die nach ihrer Entdeckung 1784 durch den damaligen Markgrafen Karl Friedrich von Baden unter Denkmalschutz gestellt wurde. Ein zweites wichtiges Kriterium für die Aufnahme war die Qualität der Einrichtungen. Auch hier konnte die mit „Fünf-Wellness-Stars“ ausgezeichnete Cassiopeia-Therme entsprechend punkten und alle Kriterien problemlos erfüllen. Neben Badenweiler sind weitere Heilbäder aus Bulgarien, Frankreich, Griechenland, Italien, Portugal, Ungarn und Rumänien vertreten.
Beide Auswahlkriterien sind auch die Basis für neue Wellness- und Tourismuspakete, die europäische Kulturgeschichte und Gesundheit verbinden sollen. „Das gibt uns die Chance, neue Gästegruppen aus Europa, aber auch aus anderen Kontinenten hierher nach Badenweiler zu ziehen“, betont Michael Schmitz.
Zum Vermarktungskonzept gehören verschiedene Bestandteile. Im Mittelpunkt stehen spezielle Angebotspakete, in denen auch Besuche der teilnehmenden Heilbäder eingebunden werden können. Um das Projekt bekannt zu machen, sind Messeauftritte sowie eine enge Kooperation mit Reiseveranstaltern geplant. Außerdem werden ein Internet sowie ein Social-Media-Auftritt entwickelt. Bei der Umsetzung können die Teilnehmer auf Fördermittel der EU zugreifen: Je Projekt stehen maximal 200.000 Euro bereit, die Förderquote beträgt maximal 75 Prozent.

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