Markgräfler Bürgerblatt

B.I.M. bei Minister Herrmann: Fünf vor zwölf für leisere Züge

Das B.I.M.-Sprecher-Team zeigt Verkehrsminister Hermann: es ist fünf vor zwölf. Foto: privat

Titisee. „Es ist fünf vor zwölf“, erklärten die Sprecher der Bürgerinitiative Münstertalbahn (B.I.M.) Verkehrsminister Hermann und überreichten ihm beim Bürgerdialog der Landtagsfraktion und Minister der Grünen in Titisee eine große Uhr mit genau dieser Zeitangabe. Gemeint sind die Ausschreibungen für die Breisgau-S-Bahn (BSB), mit denen entschieden wird, welches Eisenbahnverkehrsunternehmen mit welchen Zügen ab Ende 2019 auf der BSB verkehren wird. Der Minister sagte zu, nochmals die Situation bei den Ausschreibungen zu prüfen, damit an den Zügen noch Lärmschutz-Verbesserungen möglich würden.

 
Hermann hatte vor kurzem noch dem Emmendinger MdL Stoch geschrieben, dass in den Lastenheften auch aus zeitlichen Gründen an die Züge keine weiteren technischen Anforderungen gestellt und Schienenkopfschmieranlagen die einzigen Vorkehrungen gegen den Lärm sein würden. Die B.I.M.-Sprecher wiesen Hermann eindringlich darauf hin, dass sich die Schmieranlagen als sehr störanfällig und die SWEG als weitgehend serviceunfähig erwiesen habe, so dass der Lärm gerade unlängst an den heißen Tagen unerträglich gewesen sei. Ohnehin seien Schmieren und Schleifen laut Gutachten am wenigsten wirksam und am wenigsten nachhaltig. B.I.M. legte auch dar, dass die Ausrede, es gebe keine geeigneten Züge – das heißt ohne Jakobsdrehgestelle mit langem Achsstand und starren Achsen oder mit Radiallenkern – sich nunmehr endgültig als falsch erwiesen habe, nachdem die Schweizer Südostbahn vom Hersteller Stadler Züge vom Typ FLIRT mit Radiallenkern kaufen wird. B.I.M. fragte, ob wir Baden-Württemberger denn weniger lernfähig sein wollten als die Schweizer. Immerhin sind die Probleme bereits seit 2014 gutachterlich erwiesen.

 
Hermann zeigte Verständnis, verwies aber auf die Kosten. B.I.M. erwiderte, er als Grüner müsse doch wissen, dass Umweltschutz nicht umsonst sei. Als Grüner müsse er die Prioritäten für Lärmschutz setzen. Ferner würden die höheren Wartungskosten für Schmieren und Schleifen stets ignoriert (CH).

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag! Unsere Sharing-Buttons stehen im Einklang mit dem deutschen Datenschutzrecht.

Das könnte Dich auch interessieren …

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen