Breisach Aktuell

Ausverkaufte Theater-Vorstellungen in Niederrimsingen

Grandiose Unterhaltung

Auch in diesem Jahr schoss die Theatergruppe in Niederrimsingen den Unterhaltungsvogel treffsicher ab.

Mit der Komödie „Aber, aber Herr Pfarrer“ von Hans Schimmel nahmen die Akteure das Publikum mit auf die Reise in das Land der Lachsalven. Zur Handlung: Der obdachlose Freddie Schwarz (Simon Gippert) sucht eine kurzfristige Bleibe, um seine müden Knochen etwas aufzuwärmen. Da kommt das leerstehende Pfarrhaus gerade gelegen. Dort eingestiegen nimmt er die Gelegenheit wahr und wirft seine vor Dreck stehenden Kleider in die Waschmaschine. Da nichts zum Anziehen hat, wirft er sich den Talar des kürzlich verstorbenen Pfarrers über. Damit beginnt der Schlamassel. Er wird von Kirchendiener Ottfried Krümel (Michael Wolf) und Mathilde Faust (Lena Fuchs) für den neuen Pfarrer gehalten. So bleibt Freddie nichts anderes übrig, als mitzuspielen. Auch sein Freund Schorsch (Martin Littner) wird für den neuen Pfarrer gehalten. Den realen Pfarrer Thaddäus Dominikus Braun (Klaus Herz) hält die Dorfgemeinde anfangs für einen Zeuge Jehova. Eine perfekte Geschichte mit Wirrungen und Verwechslungen am laufenden Band. Gespickt mit jeder Menge Gags verging das Theater wie im Flug. So fanden Schorsch und Freddie auf der Suche nach etwas Essbarem „weiße Chips“ – sie wussten nicht, dass es dabei um die Hostien für das Abendmahl handelte. Die Dorfbewohner wunderten sich zwar über manche, seltsame Verhaltensweisen ihres neuen Pfarrers, jedoch schöpfte niemand Verdacht. Die etwas außergewöhnliche Predigt von Pfarrer Freddie kam bei der Kirchengemeinde großartig an. Zwar verwechselte er einige Passagen der Bibel, doch das war nicht weiter schlimm. Die sieben Apostel waren eigentlich 12 und trugen keine Zipfelmützen. Noah fuhr mit der Arche und nicht mit dem UBoot. Abraham war auch nicht der Vater der Schlümpfe und die Mehrwegflasche hatte nichts mit Moses zu tun, der das Meer teilte. Am Ende klärte sich alles auf und Pfarrer Thaddäus Dominikus Braun konnte seinen Dienst antreten. In den weiteren Rollen spielten: Pauline Mandel (Elena Herz), Sigtrud Schäufele (Sonja Fuchs), Bernhard Mauschel (Daniel Fuchs), Valentine Fiebich (Birgit Kreschel), Dorothea Kruse (Beate Littner) sowie Josefine Maurer (Daniela Steimer). Regie führte wie gewohnt Michael Gippert. Hinter den Kulissen sorgte Dominik Willy für die Technik, Ingeborg Federer agierte in der Maske sowie als Souffleuse und Karin Meier war zuständig für die Maske und Bühnendekoration. Das Publikum fühlte sich auf hohem Niveau bestens unterhalten und dankte den Akteuren mit donnerndem Applaus. Die Theatergruppe setzt sich aus Mitgliedern der Trachtenkapelle sowie des Kirchenchors zusammen und ist ein gespieltes Team. Die Charakteren waren wie immer perfekt auf die Schauspieler verteilt. Nach vier ausverkauften Vorstellungen war der Zauber vorbei und das Publikum freut sich jetzt schon, wenn es kommende Weihnachten wieder heißt: Vorhang auf – Bühne frei für das Theater in Niederrimsingen.

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