Markgräfler Bürgerblatt

Ausstellung in der Mediathek

Nadelmappe als Anleitung zur Handarbeit.

Kinderbücher zum Thema Schneidern

Müllheim. Seit vier, fünf Jahren haben Handarbeitsbücher zum Thema Stricken und Häkeln, aber auch zum Thema Nähen Konjunktur. In der Mediathek Müllheim sind Bücher mit Titeln wie „Strikke dukker“, „Wollrausch: das MyOma-Strickbuch“, „Be Beanie: Häkelmützen für jede Gelegenheit“, aber auch Titel wie „Recycling Taschen: aus Kleidung genäht“, „Das ultimative Nähbuch“ und viele andere mehr ständig  ausgeliehen.
Seit ein paar Wochen nun sind Handarbeitsbücher des 19. und 20. Jahrhunderts sowie wunderschöne alte Nähutensilien ausgestellt. Das früheste Buch ist von 1844 und heißt „Anweisung zur Kunst-Strickerei“, gleich daneben liegt ein Babymützchen, aus filigranstem Garn gestrickt.
Anders als heute, richten sich viele Bücher an das kleine Mädchen, das schon im Vorschulalter an das textile Werken herangeführt werden sollte. Man sieht Anziehpuppen in Buchform, deren Kleidung durch Umblättern verändert wurde, aber natürlich auch Anziehpuppen und -Kleider zum Ausschneiden. Dann auch zwei Ausgaben von „Die fleissige Puppenschneiderin“ und auch „Puppenmütterchens Nähschule“ – in einzelnen Tafeln wird das zu nähende Teil vorgestellt, im Innern ist der Schnittmusterbogen. Auch ein jährlich erscheinendes „Töchter Album“ mit Anleitungen zum Stricken und Nähen ist zu sehen. Eine Vielzahl von Vorlagen für Kreuzsticharbeiten, ein ABC-Stickmusterbuch sind ausgestellt, garniert durch „Nähzeugs“ wie Nähnadelheftchen – „Nesthäkchens Nadelmappe“ – oder Handarbeitsgarn der MEZ AG Freiburg.
Etliche Näh- aber auch Strick- und Häkelnadelbehältnisse aus Elfenbein und Holz, zum Teil kunstvoll verziert, sind ausgestellt. Ein Nähnadelköcher könnte von heutigen Kindern gar mit einem USB-Stick verwechselt werden. Diese Nadelbehälter wurden früher gerne als Reisemitbringsel, als Freundschafts- oder Liebesgabe verschenkt. Manches hat im Deckelteil eine winzig kleine Linse. Wenn man durch diese schaut, sieht man Ansichten von Städten wie im Fall des kleinen grünen Fässchens mit Maßband: „Souvenir de Marseille“. Stopfeier, Fingerhüte sowie Garnrollenhalter können neben etlichen kunstvoll verzierten Scheren bestaunt werden. Last but not least ist eine kleine Singer-Nähmaschine zu sehen.
Die Ausstellung ist während der üblichen Öffnungszeiten der Mediathek bis Ende April zu sehen.

Ein Nadelbehältnis, früher gerne als Freundschaftsgeschenk verteilt. Fotos: Mediathek

Ein Nadelbehältnis, früher gerne als Freundschaftsgeschenk verteilt. Fotos: Mediathek

 

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