Breisach Aktuell

Was „Dracula“-Regisseur Armin Kuner unbedingt braucht!

In Breisach hat Theaterregisseur Armin Kuner (47) gefunden, was er für die Bühne braucht: “Menschen, die sich gerne Geschichten erzählen und vorführen lassen – dafür macht man das ja.“ Und die können gespannt sein, was in der diesjährigen Festspielsaison von Juni bis September mit der Inszenierung von „Dracula“ auf sie zu kommt.

Die Blut- und Bissgeschichte des berüchtigtsten Vampirs aller Zeiten war für Kuner die Herausforderung, auf der Bühne zu verwirklichen, was real nicht greifbar ist. Nach dem lustigen „Was Ihr wollt“ im Vorjahr soll es jetzt düster, gruselig und verschwommen zur Sache gehen.

Damit das für Bühnenauftritte und -abgänge klappt, ist derzeit bei aufwendigen Proben eine Technik im Visier, die sich noch bewähren muss. Um die finstere Seite des Seins erlebbar zu machen, wird ein riesiges Tuch die Bretterwelt mystifizieren….

Die Philosophie des Regisseurs dahinter: Kann man Dinge ausschließen, nur weil man sie nicht nachweisen kann? Kuner: “Dem wie eine Reportage aufgebauten Dracula-Geschehen kann man sich nur schwer entziehen, jeder entscheidet für sich selbst, ob er das glaubt oder nicht.“

Theater war für den Augenoptikermeister und Berufsschullehrer schon in der Schule eine Faszination. Mit Anfang 20 begann er bei der Alemannischen Bühne in Freiburg auch mit Regiearbeit. Eine Idee auf die Bühne zu bringen und erlebbar zu machen, begeisterte ihn.

Nach sieben Jahren Bühne und Regie beim Stadttheater Freiburg bekam er 2014 eine Anfrage vom Breisacher Festspielvorstand zur Inszenierung von „Die Deutschen Kleinstädter“ von August von Kotzebue. Seitdem ist er dabei. Die „sehr große“ Breisacher Bühne mit Bildern zu füllen, ist für ihn immer wieder eine Herausforderung, die ihn aktuell für Dracula mit bis zu 25 Darstellern und vier mehrstündigen Proben pro Woche begeistert. Für sie und ihr ehrenamtliches Engagement, auch hinter den Kulissen, gibt es von ihm großes Lob. Das gilt auch für regelmäßige Wochenendeinsätze von Bühnenbauern, Ton- und Beleuchtungstechnik. „Das kann von März bis Juni schon mal richtig kalt und ungemütlich sein.“

Regisseur Armin Kuner

Für Schauspielauftritte melden sich immer wieder Interessierte Laien aus allen Alters- und Berufsschichten, die sich während der Spielzeit in Listen registrieren können und , je nach Bedarf, aufgenommen werden.

Kuner-Fazit: “Man ist ja den ganzen Sommer von Juni bis September jedes Wochenende zusammen , das ist schon wie eine große Familie.“

(UB)

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