Breisach Aktuell

Antibiotika richtig einsetzen

HELIOS Rosmann Klinik Breisach bildet Mitarbeiter im richtigen Umgang mit Antibiotika fort

Versagen Antibiotika, können bakterielle Infektionen für einen Menschen lebensbedrohlich werden. Deshalb sind Antibiotika-Resistenzen ein zentrales Gesundheitsproblem unserer Zeit. HELIOS begegnet dem mit einer unternehmensweiten Initiative: Alle Mitarbeiter werden 2016 im richtigen und bewussten Umgang mit Antibiotika geschult.
Vom Chefarzt über die Pflegekraft bis hin zum Serviceassistenten: In der HELIOS Rosmann Klinik Breisach erhalten ab sofort alle Mitarbeiter eine verbindliche Fortbildung zum richtigen Einsatz von Antibiotika. In vier Online-Schulungen im Intranet werden Ärzte, Pflegende sowie Mitarbeiter in Service und Verwaltung entsprechend ihrer Vorkenntnisse zum Umgang mit Antibiotika geschult. Kurze Filme, Animationen oder Quizfragen vermitteln das notwendige Wissen zum Thema. Wahlweise können die Mitarbeiter zu festen Terminen an Präsenzseminaren teilnehmen. „Dabei geht es nicht darum, die Mitarbeiter zu Antibiotikaexperten auszubilden, sondern sie für einen reflektierten und kritischen Umgang mit dem Medikament zu sensibilisieren,“ erklärt Dr. Bernhard Walter, Ärztlicher Direktor und Chefarzt Innere Medizin an der Breisacher Klinik.
Bei der Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten gelten Antibiotika nach wie vor als wichtigstes Instrument. Wirken können sie aber nur dann, wenn die Indikation richtig gestellt und der Wirkstoff korrekt ausgewählt wurde. Wird dieser falsch, unkritisch oder zu oft eingesetzt, lässt seine Wirksamkeit nach. Es bilden sich sogenannte multiresistente Erreger – Keime, gegen die die meisten Antibiotika nichts ausrichten können. Kommen Patienten mit geschwächtem Immunsystem mit solchen multiresistenten Keimen in Berührung, können sie an schwerwiegenden Infektionen erkranken. „Wir Kliniken tragen hier eine besondere Verantwortung, sehr bewusst und reflektiert mit diesem Wirkstoff umzugehen “, sagt Dr. Walter. „Aus diesem Grund finden wir es besonders wichtig, alle unsere 250 Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren.“
Hygienische Händedesinfektion: Besser einmal mehr als einmal weniger. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang die hygienische Händedesinfektion. „Wir alle tragen Bakterien auf der Haut, das ist zunächst einmal völlig unkritisch“, so Walter. „Zum Problem können diese Bakterien aber werden, wenn sie zu einem Patienten gelangen, dessen Abwehr geschwächt ist.“ Um die Übertragung von Erregern zu verhindern, ist eine einfache Maßnahme wie die hygienische Händedesinfektion der wirksamste Schutz. „Hygiene im Krankenhaus geht nicht nur Ärzte und Pflegende etwas an“, so Walter. „Wenn alle, die in unserer Klinik arbeiten, an einem Strang ziehen, können wir gemeinsam mit den Besuchern dazu beitragen, die Anzahl an Infektionen – und damit den Einsatz von Antibiotika – zu reduzieren.“

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