Markgräfler Bürgerblatt

Annerose Wickel lädt zum „Stammdesch Kölsch Hätz“

Lädt zum "Stammdesch Kölsch Hätz": Annerose Wickel. Foto: hz

„Da simmer dabei! Dat es prima!“

Es gibt einen neuen Stammtisch im Raum Müllheim/Neuenburg – und der ist keineswegs so „kölsch“ wie der Name anmutet: „Stammdesch Kölsch Hätz“ heißt der Treff, den die gebürtige Kölnerin Annerose Wickel aus Neuenburg-Zienken ins Leben gerufen hat. Die erste „Sitzung“ hat in den Sommerferien im Müllheimer Bürgerhaus stattgefunden und traf offenbar einen Nerv. Neun Bürger, davon keineswegs nur Exil-Rheinländer, kamen spontan vorbei. „Das hat mich ziemlich überrascht – ich denke, dass es beim nächsten Mal noch mehr werden“, überlegt Annerose Wickel.

Den Stammtisch hat sie zum Gedenken an ihren verstorbenen Mann Manfred gegründet. „Ich hab‘ nach seinem Tod die kölschen Töne vermisst, denn wir haben uns immer auf Kölsch unterhalten“, bekennt sie. „Mundart ist Heimat – insofern kann ich auch jeden Alemannen verstehen, der sich freut, an anderen Orten in Deutschland und der Welt Alemannisch zu hören“, erzählt sie. Was nicht heißt, dass die Witwe zurück nach Köln ziehen möchte: „Oh nein, keinesfalls, ich lebe seit 23 Jahren total gerne hier, die Gegend und Wetter sind klasse, die Menschen großartig“, wird Annerose Wickel lebhaft. Aber: „Ich habe mitbekommen, dass es im Markgräflerland und im Breisgau eine große Zahl von Ex-Kölnern gibt, dazu noch Fans des 1. FC Köln, Fans der „Höhner“ – die ja regelmäßig in Neuenburg auftreten – , Fans des Kölner Karnevals und einfach auch Freunde der Stadt Köln, und all diese Menschen sollen sich angesprochen fühlen“, wirbt die lustige Neuenburgerin. „Kölsch Hätz“ hat zudem ein Vorbild und zwar die Nachbarschaftshilfe „Kölsch Hätz“ in Köln, die der sozialen Isolierung und Anonymisierung entgegen wirken möchte. „Auch bei mir geht es um den Kontakt untereinander, denn ich habe viel ehrenamtlich für Vereine gemacht“, so Wickel.

Was jeder wissen sollte, der kommt: Wer Kölsch kann, spricht Kölsch, und „sonst jeder, wie ihm der Schnabel gewachsen ist“. Zum ersten Treffen Ende Juli kamen Bürger zwischen 40 und 80 Jahren. „Diese stammen ursprünglich aus Köln, der Eifel, dem Hunsrück, Solingen, Münster, aber auch aus Seefelden, Rheinfelden, Bad Krozingen, Todtnauberg, Freiburg oder Rheinfelden – sie alle leben rund um Müllheim und Neuenburg oder Richtung Hochrhein“, berichtet sie. Beim nächsten Treffen, soll auch besprochen werden, ob man vielleicht mal gemeinsam etwas unternimmt, „Jeder könnte einen Steckbrief entwerfen, was seine Hobbys sind und dann schauen wir“, plant Annerose Wickel. Nächster „Stammdesch Kölsch Hätz“ im Bürgerhaus Müllheim: Freitag, 29. September 2017, 18 Uhr. Neuzugänge willkommen. (hz)

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