Breisach Aktuell

An der Schwelle zur Zukunft

Gemeinderatsitzung Breisach

Der Gemeinderat der Stadt Breisach hat sich in seiner letzten Sitzung den Entwurf des Gewinners in der Planungskonkurrenz zur Umgestaltung des Marktplatzes/Rheinstraße angehört. Eine Entscheidung zur Entwurfsbilligung ist jedoch noch nicht gefallen. Zu uninformativ die visuellen Planunterlagen für die Mehrheit der Gemeinderäte beim vorgelegten Vorentwurf in der Gemeinderatssitzung und auf Antrag der ULB gab es deswegen einen Vertagungsantrag. Mit 14:9 Stimmen bei zwei Enthaltungen wurde dem Antrag der ULB stattgegeben und kommt nun nochmals mit erweiterten Planunterlagen in die nächste Gemeinderatssitzung.
Bei der Planungskonkurrenz zur Festlegung eines Vorentwurfs hatten alle Fraktionen des Gemeinderates und eine erweiterte Fachjury als Entscheidungsträger mitgewirkt. Gewonnen hat demnach der Vorentwurf der mit dem 1. Preis ausgezeichneten Arbeit des „Büros faktorgrün, Freie Landschaftsarchitekten Freiburg in Zusammenarbeit mit K9 Architekten Freiburg“. Elf Arbeiten wurden unter Verwendung von Tarnzahlen ausgiebig bewertet und sondiert, fünf Vorschläge kamen in die engere Auswahl bis die Entscheidung unter Vorsitz von Bürgermeister Oliver Rein zugunsten des Vorentwurfs mit dem 1. Preisträger fiel. Die Entscheidung fiel mit großer Mehrheit. Dabei gab zwei weitere Preisträger und zwei Anerkennungsträger.
Dem Gemeinderat wurde vor dem Antrag der ULB das Umsetzungskonzept vorgestellt. Mediterrane Töne und Fontänenwasserspiele werden die wunderbare stadträumliche Anlage künftig kennzeichnen. Wasser wird das verbindende Element mit flachen Wasserläufen vom Gutgesellentorplatz bis hin zum Kommunalen Kino und dem integrierten Marktplatz. Grün lädt ein in diese Promenierzone, Parkmöglichkeiten mit 10 bis 12 Plätzen wird es noch geben. Viel Grün mit Bäumen ohne lineare Formgebung wird die gesamte 20 km/h Zone mit zentralem Marktplatzbereich kennzeichnen. Der Platz bietet auch künftig dem Wochenmarkt und Großveranstaltungen ideale Voraussetzungen mit eigenen Spannungsleuchten als Lichtkonzept. Dadurch entfallen störende Lichtmasten. Breisach kann nun mit der Umsetzung dieser Vorlage in den Club jener Visionäre aufsteigen, die ein attraktives Innenleben haben und mit einem lebendigen Stadtkern aufwarten. Der Entwurf ist im Rathaus Breisach für die Bevölkerung ausgestellt.
Der Gemeinderat stimmte der Flächennutzungsplanänderung der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Breisach-Ihringen-Merdingen mit der „KBC 1. Änderung“ zu. Die bisherige Sonderbaufläche in Breisach für Einzelhandel und Elektrofachmarkt im Bereich Ihringer Landstraße und Murhau wird nun als reine Gewerbefläche ausgewiesen. Dem Offenlagebeschluss stimmte der Gemeinderat zu. Weiterhin gab es einen Aufstellungsbeschluss und den Beschluss zur Frühzeitigen Beteiligung für eine weitere punktuelle Flächennutzungsplan-anänderung „Sonderbaufläche-Aufbereitung, Lager und Aspahltmischwerk“ in Breisach. Die bisherige landwirtschaftliche Fläche mit 3,2 Hektar soll der Erweiterung des bestehenden Werkes in Breisach-Oberrimsingen dienen. Auch hier stimmte der Gemeinderat zu.
Der Gemeinderat beschloss den vorgestellten Entwurf des Bebauungsplans mit örtlichen Bauvorschriften „Läger IV“ in Breisach-Gündlingen. Bautechnisch relevante Stellungnahmen in der Offenlage ergaben diesen Änderungsbedarf. Nun geht es erneut in die Offenlage. In einer weiteren Abstimmung wurden für dieses Baugebiet die Namen für die neuen Straßen vergeben. Mit Bezug auf Gewann und Historie tauften die Gemeinderäte die Straßen auf „Immengärten“ und „Alzenacher Hof“.
Eine weitere Zustimmung gab es vom Gemeinderat für den Bebauungsplan „Sportzentrum und Naherholungsgebiet, 1. Änderung“. Damit wird für den Tennisclub mit vorbildlicher Jugendarbeit der Weg im Rahmen des bestehenden Bebauungsplans geebnet, eine überdachte Tennishalle für die erweiterte sportliche Infrastruktur in einer etwa 25 Hektar großen „grünen, sportlich orientierten Oase“ zu verwirklichen.
Der Gemeinderat stimmte als Schulträger für die Einrichtung einer kooperativen Organisationsform mit der Erich-Kiehn-Schule in Breisach-Oberrimsingen und der Albert-Schule in Ihringen zu. Damit wurde die einhergehende neue Schulform an der Julius-Leber-Schule vom zustimmungspflichtigen Schulträger beschlossen. Kinder mit erhöhtem Förderbedarf in emotionaler und sozialer Entwicklung werden bereits an der Schule beschult. Möglich wäre es nun noch 1-2 Kinder von der Albert-Schule aufzunehmen.

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag! Unsere Sharing-Buttons stehen im Einklang mit dem deutschen Datenschutzrecht.

Das könnte Dich auch interessieren …