Markgräfler Bürgerblatt

Altes Thermengebäude energetisch saniert

Der neue Trinkbrunnen im historischen Thermengebäude. Foto: Schlebach

Kur und Bäder GmbH Bad Krozingen

Bad Krozingen. Seit dem 1. August 1933 darf sich Krozingen „Bad“ nennen, seit nunmehr 81 Jahren wird also hier ganz offiziell gekurt, das Thermalwasser genossen. Aus jenen Tagen stammt das langgestreckte Thermalgebäude.
Das Gebäude war einst mit einer prachtvoll ausgemalten, glasüberdachten Eingangs- und Wartehalle ausgestattet. Der dort einst installierte Thermalwasser-Trinkbrunnen, wurde in den 1960er Jahren entfernt; Wandgemälde zeigten die umliegenden Ortschaften. Seit etwa 40 Jahren wurde an dem Gebäude so gut wie nichts saniert. Dieses alte Thermen- bzw. Badegebäude beherbergt heute neben der Kur und Bäder GmbH und die Balneologie der Universität Freiburg, eine Krankengymnastikschule, Gymnastikhallen und eine Beratungsstelle für Praktische Ernährung. Das trockengelegte Untergeschoss bzw. der Keller wird als Lagerräume genutzt.
Hauptziel der jetzt abgeschlossenen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen war die Trockenlegung des bisher feuchten Unterbaues und die energetische Sanierung der Gebäudehülle, die Modernisierung der Fenster und Fußböden, die Neugestaltung der Innenwände und die Erfüllung der Brandschutz-Verordnungen in sämtlichen Räumen, Einbau einer Entrauchungsanlage und Schaffung zweier Rettungswege. Durch zwei, ein Vordach tragende runde Säulen wurde der äußere Haupteingangsbereich optisch aufgewertet.
Die zentrale Eingangshalle wurde modernisiert mit frischen Farben versehen, das Glasdach entfernt und mit einer abgesetzten, himmelblauen Decke geschlossen. Zentraler Mittelpunkt ist wieder ein Trinkbrunnen aus hellem Marmor, aus dem allerdings nach gesundheitlicher Vorschrift ganz normales Wasser, kein Thermalwasser, fließt. Die LED-Lichtanlage setzt den Raum, der für kleine Veranstaltungen genutzt werden kann, ins rechte Licht. Thermo-Ventile und ein hydraulischer Abgleich sorgen für optimale Wärmeverteilung, die Leitungsisolierungen und die Gebäudewärmedämmung sowie eine moderne Lüftungsanlage optimieren den Energieverbrauch im gesamten Gebäudekomplex.
Die Architektengemeinschaft Yvonne Faller/ Felix Ruch, Freiburg/Bad Krozingen haben die Renovierung und Modernisierung mit viel Fingerspitzengefühl betreut. Die energetischen Maßnahmen führen zu einer Einsparung von 1,6 Tonnen CO² jährlich. Die Gesamtkosten betrugen rund 750.000 Euro, ein Zuschuss für energetische Sanierung in Höhe von 213.000 Euro ist genehmigt worden. (rs).

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