Markgräfler Bürgerblatt

Als Hebamme über 1.000 Kindern ins Leben geholfen: Magdalena Sacker feiert ihren 100. Geburtstag

Magdalena Sacker nimmt die Glückwünsche von Dirk Blens, Bürgermeister von Sulzburg, entgegen. Foto: Stadt Sulzburg

 

Magdalena Sacker geb. Trefzer feierte am 30. Mai 2017 ihren 100. Geburtstag im Kreise ihrer vielköpfigen Familie. Sie ist die jüngste Tochter von Küfermeister Friedrich Trefzer und seiner Frau Klara und wuchs mit neun Geschwistern in Sulzburg auf.

Nach dem Schulabschluss 1932 ging sie zunächst bei Gotthold Th. Schlusser, einem evangelischen Pfarrer im Ruhestand in Sulzburg, in „Stellung“, um sich danach bei Professor Ruppe in Basel zu verdingen. Nach einigen Jahren in England, wo ihre Schwester Johanna bereits schon länger arbeitete, kehrte Magdalena 1938 nach Sulzburg zurück.

Nach der Ausbildung in Karlsruhe arbeitete die Jubilarin ab 1944 als Hebamme im Sulzburger Krankenhaus, half bei Hausgeburten und anstehenden Hausbesuchen in Laufen, Britzingen, Muggard, Ballrechten, Wettelbrunn und Staufen. Sie kam stets mit dem Fahrrad.

Anfang 1960 wechselte sie bis zu ihrer Pensionierung ins Kreiskrankenhaus Müllheim. Magdalene Sacker war während ihrer Berufszeit über 1.000 Kindern behilflich, auf die Welt zu kommen und die ersten Wochen auf dieser Welt gut zu überstehen. Im Ruhestand begann sie Gebrauchskeramik zu töpfern und selbst zu brennen.

Am 1. November 1947 Heirat mit Ernst Sacker, das Ehepaar bekam drei Kinder, einen Sohn und zwei Töchter, heute zählen drei Enkel und sechs Urenkel zur Familie. 1985 verstarb ihr Ehemann, seitdem lebte Magdalena Sacker allein in ihrem Geburtshaus in Sulzburg, seit Dezember 2016 wohnt sie bei ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter im Münstertal. (rs.)

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