Markgräfler Bürgerblatt

AKW Fessenheim

Allen Protesten zum Trotz ist das umstrittene AKW Fessenheim noch immer am Netz. Bild: Salzer-Deckert

Doch keine Schließung des AKW?

Bad Krozingen. Am 26. April jährt sich die Atomkatastrophe von Tschernobyl zum 29. Mal. Aus diesem Anlass plant die Anti-AKW-Bewegung im Dreiländereck am Jahrestag des Super-GAU einen großen Fessenheim-Protesttag. Als Rednerin wird unter anderem Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europaparlament, zur Kundgebung, die um 11.30 Uhr beim AKW Fessenheim startet, erwartet.
Die Lage in der Anti-AKW-Bewegung ist angespannt: Die Hoffnung, dass der umstrittene Reaktor tatsächlich bald vom Netz geht, schwindet derzeit bei den AKW-Gegnern von „Stop Fessenheim“ im Elsass: „Die Atomwirtschaft ist das letzte Relikt der Weltmacht, die Frankreich einst war. Politisch ist der Ausstieg daher nicht gewollt“, berichtet der französische Anti-Atom-Aktivist Pierre Rosenzweig im Vorfeld der Großdemo. Dabei sei dringender denn je die Abschaltung geboten, ergänzt Matthias Kellner vom Aktionsbündnis „Fessenheim stilllegen. Jetzt!“: die Umweltschützer befürchten, dass der stählerne Druckbehälter, der die Brennstäbe im AKW Fessenheim umgibt, ebenso porös und rissig sein könnte, wie es bei mehreren Reaktoren ähnlichen Bautyps in Belgien zuletzt eher zufällig ans Licht kam. (BP)

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