Markgräfler Bürgerblatt

Änderungen 2017: Neu – und doch irgendwie bekannt…

Foto: privat
Müllheim. Jahresbeginn ist auch Start für Neuregelungen, für die Realisierung von Plänen und die Bewältigung des wieder einkehrenden Alltags.

Der steuerliche Grundfreibetrag, also jene Summe, die nicht versteuert werden muss, steigt mit dem Jahreswechsel um 168 Euro auf 8.820 Euro – bei Ehepaaren verdoppelt sich dieser Betrag auf 17.640 Euro pro Jahr. Das Kindergeld steigt 2017 um zwei Euro/Kind im Monat, so dass es künftig für Kind 1 und 2 jetzt 192, für Kind 3 dann 198 und die folgenden Kinder jeweils 223 Euro im Monat gibt. Die Steuererklärung wird etwas leichter: ab 2017 muss man keine  Belege mehr anfügen – also etwa für Spenden oder Vereinsbeiträge. Es genügt, diese Belege zuhause aufzubewahren, damit sie ggf. vom Finanzamt eingesehen werden können. Die Erklärung selbst muss künftig nicht mehr zum Ende mai, sondern erst Ende Juli vorliegen – allerdings lässt sich das Finanzamt diese Fristverlängerung mit mindestens 25 Euro honorieren oder mit 0,25 Prozent der fällig werdenden Steuer, maximal aber 25.000 Euro.
Bleiben die Beiträge zur Rente stabil, so wird die Pflegeversicherung teurer: 2,55 statt 2,35 Prozent des Bruttolohnes werden nun einbehalten. Zwar bleiben auch die Krankenkassenbeiträge stabil, doch über Zusatzbeiträge, die nur der Arbeitnehmer entrichtet, werden die Kosten insgesamt für den Bürger steigen, von durchschnittlich 0,9 auf 1,1 Prozent. Das Renteneintrittsalter steigt dank der Rente mit 67 kontinuierlich: wer 1952 geboren ist, erreicht die Regelaltersgrenze erst mit 65 Jahren und sechs Monaten. Erfreulich die Flexirente: wer zwischen 63 und 65,5 Jahren vorzeitig in Ruhestand gehen will, kann nun einfacher und mehr hinzuverdienen, es gibt keine starren Grenzen mehr. Bis Jahresmitte ist das gesamte Gesetzespaket in Kraft, es empfiehlt sich daher, sich rechtzeitig mit einem Rentenberater zusammenzusetzen! Auch ab Jahresmitte gibt es mehr Rente: Rund zwei Prozent soll es ab Juli mehr geben.
Der Mindestlohn steigt, von 8,50 auf 8,84 Euro/Stunde. Achtung: hier können Minijobber in Konflikt mit der 450 Euro/Monat-Regelung geraten! Hartz IV steigt ebenfalls, Alleinstehende bekommen nun 409 Euro/Monat (plus 5 Euro), Paare pro Partner statt 364 nun 368 Euro. Kinder zwischen 13 und 18 Jahren statt 306 nun 311 Euro, zwischen 6 und 13 Jahren sogar statt 270 nun 291 Euro.

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