Markgräfler Bürgerblatt

Achtung, jetzt kommt Doppik!

Ob die Gemeindekasse voll oder leer ist: bis 2020 soll ihr Bestand mit dem Doppik-System erfasst werden… Foto: paw

Müllheim. „Doppelte Buchführung“ ist nicht etwa eine Bezeichnung für geschönte Abrechnungen, sondern das allgemein in der Wirtschaft angewandte System, um – gewöhnlich zum Jahresende – eine Bilanz zu erstellen, die abbildet, wie das Unternehmen zum Stichtag da steht. Bis 2020 sollen nach dem Willen der Landesregierung auch die Kommunen eine solche Buchführung anwenden.
Müllheim will so lange aber nicht warten: bis 2017 will man vom derzeitigen kameralistischen zum System der doppelten Buchführung umgestiegen sein: „Doppik“ heißt das neue System der Haushaltsführung. Mit ihm wird die Beziehung zwischen Einnahmen und Ausgaben dargestellt und gezeigt, wie sich Vermögenswerte verändern, Werte aufgebraucht werden. Am Ende steht dann auch hier eine Bilanz, die den Ist-Zustand genauer abbildet als bisher und damit eine bessere Grundlage für Entscheidungen bietet.
Bis man in Müllheim 2018 die erste „Kommunalbilanz“ vorlegen kann, muss noch einiges organisiert werden und – mit Hilfe einer externen Firma – das vorhandene Vermögen gesichtet und bewertet. Alle Rathausabteilungen sind dabei involviert, wenngleich natürlich die Hauptlast der Umstellung am Finanzdezernat hängenbleibt.

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